Premier sieht „harte" Monate

Johnson plant „gewaltiges Hilfspaket“ gegen steigende Energiekosten

ARCHIV - 01.07.2022, Großbritannien, London: Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, hört zu bei einem Treffen in der 10 Downing Street mit der neuseeländischen Premierminister Ardern. Der britische Premier taumelt von einem Skandal zum nächsten. Kaum hat Boris Johnson «Partygate» einigermaßen abgeschüttelt, kocht «Pestminster» wieder hoch. Es geht um sexuelle Nötigung im Parlament - kein Einzelfall in Johnsons Konservativer Partei zu (zu dpa ««Pestminster»: Skandale um sexuelle Übergriffe setzen Johnson zu»). Foto: John Sibley/Pool REUTERS/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

ARCHIV - 01.07.2022, Großbritannien, London: Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, hört zu bei einem Treffen in der 10 Downing Street mit der neuseeländischen Premierminister Ardern. Der britische Premier taumelt von einem Skandal zum nächsten. Kaum hat Boris Johnson «Partygate» einigermaßen abgeschüttelt, kocht «Pestminster» wieder hoch. Es geht um sexuelle Nötigung im Parlament - kein Einzelfall in Johnsons Konservativer Partei zu (zu dpa ««Pestminster»: Skandale um sexuelle Übergriffe setzen Johnson zu»). Foto: John Sibley/Pool REUTERS/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

London. Angesichts explodierender Energiekosten hat der scheidende britische Premierminister Boris Johnson umfangreiche Hilfen für Verbraucher angekündigt. „Im kommenden Monat wird - ganz gleich, wer von mir übernimmt - die Regierung ein weiteres gewaltiges finanzielles Hilfspaket ankündigen“, schrieb Johnson in einem Gastbeitrag für die Zeitung „Mail on Sunday“. Details nannte er nicht. „Wir müssen und werden den Menschen durch die Krise helfen. Enorme Summen an Steuergeld werden bereits dafür verwendet, um Leuten beim Bezahlen ihrer Rechnungen zu helfen.“ Dieses Geld fließe und werde in den kommenden Monaten weiter fließen, versprach Johnson.

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Am Freitag hatte die Aufsichtsbehörde Ofgem mitgeteilt, dass die Kosten eines durchschnittlichen Haushalts für Strom und Gas im Grundtarif im letzten Quartal von derzeit 1971 auf 3549 Pfund (4185 Euro) steigen werden. Analysten rechnen für Januar und April erneut mit kräftigen Erhöhungen. Die Regierung hat jedem Haushalt 400 Pfund versprochen. Ältere und ärmere Menschen erhalten zusätzliche Hilfen. Doch nach Ansicht von Experten sind die Maßnahmen unzureichend. Die Opposition verlangt, die Preise für Gas und Strom einzufrieren.

„Putin will, dass wir einknicken“

Johnson hatte Anfang Juli nach einer Reihe von Skandalen seinen Rückzug angekündigt. Am 5. September soll feststehen, wer ihm als Partei- und Regierungschef folgt. Die Parteimitglieder haben die Wahl zwischen Außenministerin Liz Truss und Ex-Finanzminister Rishi Sunak. Beide haben angedeutet, dass sie die Mehrwertsteuer auf Energie vorübergehend um mindestens 5 Prozentpunkte senken könnten.

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Der britische Premier tritt ab, das Verfahren für seine Nachfolge läuft. Am Mittwochabend fielen erste Entscheidungen.

Johnson räumte ein, dass die kommenden Monate „hart, vielleicht sehr hart“ würden. Zugleich rief er die Bevölkerung zum Durchhalten auf. Es sei der Krieg des russischen Präsidenten Wladimir Putin gegen die Ukraine, der Kosten für britische Verbraucher verursache. „Deshalb verdoppeln sich Eure Energierechnungen“, schrieb Johnson. „Ich fürchte, dass Putin das weiß. Es gefällt ihm. Und er will, dass wir einknicken.“ Putin glaube, dass „weiche europäische Politiker“ nachgeben und um russisches Öl und Gas betteln würden. Aber das wäre „völliger Wahnsinn“, mahnte Johnson. Die Ukraine - und damit auch Großbritannien - werde siegen.

RND/dpa

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