Kritik an G7-Ergebnissen

Greenpeace-Chef zu G7-Ergebnissen: „Klimaclub ist als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet“

Martin Kaiser ist Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland.

Martin Kaiser ist Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland.

Berlin. Der Chef von Greenpeace Deutschland, Martin Kaiser, hat die G7-Ergebnisse für unzureichend erklärt und Anforderungen an den geplanten Klimaclub gestellt. „Der Klimaclub ist als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet“, sagte Kaiser dem Redaktions­­Netzwerk Deutschland (RND). „Die G7 haben sich bezüglich der Ausgestaltung des Klimaclubs auf sehr wenig verständigt und in der Abschlusserklärung wenig Konkretes geeint. Das ist enttäuschend.“

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Kaiser forderte: „In einem Klimaclub müssen Handelsfragen klar sein, damit Länder wirtschaftlich sanktioniert werden können, die etwa dem Pariser Klimaabkommen und Naturschutz­abkommen nicht beitreten wollen. Das fehlt bis dato noch.“

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Olaf Scholz sei es in Elmau nicht gelungen, „auch beim Klimaschutz die Zeitenwende einzuleiten“, ergänzte er. Die G7 hätten klare Absichten formulieren müssen, dass sie 2030 aus Kohle aussteigen und nun voll in erneuerbare Energien investieren. Sie hätten sich auch zum Aus des Verbrennermotors bekennen müssen. Schlimmer noch: Olaf Scholz hat die Debatte zum Verbrenner in Europa mehr als eine Woche lang laufen lassen.“

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Kaiser sagte weiter: „Er hätte seine Richtlinien­kompetenz viel stärker nutzen müssen. Das geht zulasten des Wirschaftszweigs, der einen klaren Investionsrahmen und Technologie­entscheidungen benötigt.“

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