Kommentar

Fußball: Mehr Geld für die Frauen – und weniger für die Männer

Die deutschen Fußballerinnen nach dem Finale beim Empfang auf dem Frankfurter Römer-Berg.

Die deutschen Fußballerinnen nach dem Finale beim Empfang auf dem Frankfurter Römer-Berg.

Nachdem das Finale bei der Fußball-Europameisterschaft der Frauen in Wembley abgepfiffen und das Turnier auf britischem Boden beendet war, war ein Beweis klar erbracht: Hier wurde ein den Männern absolut ebenbürtiger Sport geboten. Nur so ist ja auch die Euphorie diesseits wie jenseits des Ärmelkanals zu erklären.

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Nicht ganz realistisch

Sie war keine feministische Demonstration. Sie war das Honorar für eine Leistung. Nun wurden bald auch Forderungen nach gleichen finanziellen Honoraren laut. Sie sind nachvollziehbar. Aber sie sind nicht ganz realistisch.

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Absolut berechtigt sind Forderungen nach gleichen Prämien vonseiten der Verbände. Zwar verwies DFB-Direktor Oliver Bierhoff zuletzt darauf, dass der europäische Fußball-Verband Uefa bei Männerwettbewerben nun mal mehr Geld einnehme als bei Championaten von Frauen. Freilich könnte der Verband intern umverteilen und sollte es auch. Das wäre im Vereinsfußball so nicht möglich. Er ist durch und durch privatwirtschaftlich organisiert. Zwar macht der Staat beim allgemeinen Mindestlohn mittlerweile Vorgaben. Doch nach oben gibt es leider keinen Deckel. Wollte man hier für Gleichheit sorgen, müsste man das System auf den Kopf stellen.

Mehr Geld für die Frauen, weniger für die Männer

Tatsächlich läge nahe, was Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg vorgeschlagen hat: die Entlohnung von oben und von unten anzugleichen – also: mehr für die Frauen, weniger für die Männer, jedenfalls in den Spitzenklubs der 1. Liga. Schließlich sind manche dieser Klubs hoch verschuldet, von ausländischen Klubs ganz zu schweigen. Was Spieler dort verdienen, ist oft jenseits von Gut und Böse und hat mit Leistungsgerechtigkeit schon lange nichts mehr zu tun. Es kann nicht das Ziel sein, ein kaputtes System noch auszuweiten.

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