Fridays for Future

Klimastreiks: 220.000 Demonstranten allein in Deutschland

Zu dem Protest in Berlin kamen nach Einschätzung von Polizei und Veranstalter rund 10.000 Menschen.

Berlin. Aus Sorge um den Klimawandel haben am Freitag nach Angaben der Organisation Fridays for Future rund 220.000 Menschen in mehr als 300 deutschen Städten demonstriert und die Regierungen zu einem Ausstieg aus fossilen Energieträgern aufgefordert. Die überwiegend jungen Menschen folgten einem bundes- und weltweiten Protestaufruf der Klimaschutzinitiative. Allein in Berlin schlossen sich demnach am Freitag mehr als 22.000 und in Hamburg mehr als 12.000 Menschen den Demonstrationen für Klimagerechtigkeit und Frieden an. Weltweit gab es über 1.000 Aktionen.

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„Wir streiken heute für Klimagerechtigkeit und Frieden, denn der Krieg zeigt, dass die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern unsere Lebensgrundlage zerstört und Kriege befeuert“, sagte die Sprecherin der Bewegung, Carla Reemtsma, dem Evangelischen Pressedienst.

Klimastreik in Zeiten des Kriegs: Fridays for Future demonstriert mit klarer Botschaft

In Berlin gingen bei bestem Wetter Zehntausende Menschen für Klimagerechtigkeit und Frieden auf die Straße.

Forderung nach Ende der Nutzung von Öl und Gas

Fridays for Future forderte als Antwort auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine ein Ende der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. „Der Ukraine-Krieg hat klargemacht: Wenn wir fossile Energien von Autokraten importieren, bringen wir unsere Sicherheit in Gefahr und heizen die Klimakrise weiter an. Es ist gut, dass die Regierung endlich erkannt hat, wie gefährlich es ist, wenn wir Kohle, Öl und Gas bei Putin kaufen“, sagte Carla Reemtsma von Fridays for Future der Deutschen Presse-Agentur. Die Ampelkoalition müsse jetzt für eine Zukunft ohne fossile Energien die entscheidenden Schritte gehen.

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Nach Angaben von Fridays for Future gab es weltweit über 1000 Aktionen. In Stockholm etwa gingen am Freitag mit der führenden Aktivistin Greta Thunberg etliche Menschen für einen stärkeren und gerechteren Kampf gegen die Klimakrise auf die Straßen. Wie Aufnahmen in den sozialen Netzwerken zeigten, marschierte ein langer Protestzug im Rahmen des internationalen Klimaprotesttages durch die schwedische Hauptstadt.

Auch in Niedersachsen und Bremen gab es Demonstrationen der Klimaschutzbewegung. Allein in Bremen waren es am Freitag rund 3.200 Menschen, darunter viele Schüler und Schulklassen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Demonstration sei friedlich und relativ entspannt verlaufen. In Hannover zählte die Polizei rund 1.400 Demonstranten, wie ein Polizeisprecher sagte. Eine Sprecherin von Fridays for Future sprach sogar von rund 4.700 Menschen, die an der Demonstration teilnahmen.

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Klimaproteste waren weltweit und auch in vielen deutschen Städten unter dem Motto #PeopleNotProfit geplant. Niedersachsenweit gab es eine ganze Reihe von Aktionen und Demos, darunter auch etwa in Braunschweig, Göttingen, Lüneburg, Osnabrück, Lingen, Wolfenbüttel und Hildesheim.

Aktivisten sagten Auftritt einer Musikerin ab

In der niedersächsischen Landeshauptstadt hatte es heftigen Wirbel um einen Auftritt der Sängerin Ronja Maltzahn gegeben. Die Klimaschützer hatten den geplanten Auftritt der Musikerin abgesagt, weil sie sich als weiße Frau mit Dreadlocks ein Widerstandssymbol schwarzer Menschen angeeignet habe, ohne sich mit der Geschichte oder dem kollektiven Trauma der Unterdrückung auseinandersetzen zu müssen. Maltzahn bezeichnete die Absage in einem Video als „sehr schade“ und verwies auf den multikulturellen Hintergrund ihrer Band.

Maltzahn bezeichnete die Absage in einem Video als „sehr schade“ und verwies auf den multikulturellen Hintergrund ihrer Band.

RND//epd/dpa

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