Gesundheitsminister bleibt Wiesn fern

„Wäre eine Solidaritätsgeste“: Lauterbach für kostenlose Corona-Tests auf dem Oktoberfest

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zieht eine FFP2-Maske auf.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zieht eine FFP2-Maske auf.

München. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hätte sich kostenlose Corona-Tests auf dem Oktoberfest gewünscht. „Ich finde: Wenn man fast 15 Euro für eine Maß Bier verlangt, dann kann man den Besuchern auch einen kostenlosen Test anbieten“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“ (Freitagsausgabe). „Es wäre eine Solidaritätsgeste gewesen, die über Deutschland hinaus wahrgenommen worden wäre.“

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Er sei zum Oktoberfest eingeladen gewesen, sagte Lauterbach der Zeitung - „bin aber nicht hingegangen. Wenn jedem am Eingang ein Test angeboten worden wäre, hätte ich mir das vielleicht noch überlegt“.

Wissenschaftler wie Politiker rechnen mit einer Corona-Welle nach der Wiesn. Regelmäßig schnellten nach Volksfesten die Inzidenzen hoch auf um die 1000, zuletzt etwa nach dem Gillamoos in Abensberg. Die Inzidenz lag in München am Montag laut Robert Koch-Institut (RKI) bei knapp über 200.

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Lauterbach ruft zur Vorsicht auf

Bereits zum Auftakt des größten Volksfestes der Welt rief Lauterbach deshalb die Menschen zur Vorsicht auf. „Ich möchte kein Spielverderber sein: Aber wer die Wiesn besucht, sollte trotzdem aufpassen. Vorerkrankten ist ein Besuch auf jeden Fall abzuraten. Und alle anderen sollten sich vor einem Zeltbesuch aus Rücksicht auf andere testen lassen“, sagte der SPD-Politiker.

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Dass das Riesenvolksfest wieder stattfinde, sei aber vertretbar, so Lauterbach. „Die Impfbereitschaft, das Verständnis für die Maßnahmen, die Vorsicht der Bevölkerung machen es möglich.“ Mit kostenlosen Corona-Tests wäre es für den Gesundheitsminister allerdings noch sicherer.

RND/jst/dpa

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