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9-Euro-Ticket

Verkehrsminister Wissing sieht enormen Handlungsbedarf“ im Busverkehr

Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Verkehr und Digitales (Archivbild)

Berlin. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sieht im geplanten 9-Euro-Monatsticket für den Nah- und Regionalverkehr einen Anreiz für eine dauerhafte Nutzung von Bussen und Bahnen. Wissing sagte am Mittwoch nach der Kabinettssitzung in Berlin, das Ticket sei eine Chance, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sichtbar zu mache. Es helfe, Energie zu sparen und passe genau in die Zeit. Die Länder könnten davon profitieren, indem sie dauerhaft mehr Nutzer gewinnen. „Wir können insgesamt davon profitieren, weil wir den Menschen ein klimafreundliches, umweltfreundliches und sehr modernes Verkehrsmittel nahebringen.“

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Ab Juni soll für drei Monate bundesweit ein günstiges Ticket im Nah- und Regionalverkehr gelten, für 9 Euro pro Monat.

Verkehrsbranche warnt: Mögliche Kostenfalle beim 9-Euro-Ticket

Während die Einen über die Einführung des 9-Euro-Tickets zum 1. Juni jubeln, macht sich der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen Sorgen.

Wissing: „Fast ausschließlich Dieselbusse im Einsatz“

Bei der Umrüstung von Busflotten auf alternative Antriebe im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) sieht Wissing sieht allerdings noch „enormen Handlungsbedarf“. „Im Busverkehr sind derzeit fast ausschließlich Dieselbusse im Einsatz“, sagte der Minister am Mittwoch auf der Fachmesse Bus2Bus in Berlin. „Hier gibt es also großes Potenzial, um CO2 einzusparen.“ Ziel der Bundesregierung sei es, bis 2030 rund die Hälfte der Busflotten im öffentlichen Nahverkehr auf Elektroantriebe umzustellen.

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Dafür hat die Regierung im vergangenen Jahr rund 1,25 Milliarden Euro Fördermittel bereitgestellt. Ein weiterer Förderaufruf soll folgen. „Das größte Hindernis sind bisher die deutlich höheren Kosten“, sagte Wissing. Ein Elektrobus sei demnach mindestens doppelt so teuer wie ein vergleichbarer Bus mit Dieselmotor.

Wissing: Länder haben deutschlandweites Ticket gewollt

Zur Gefahr, dass es auf manchen Strecken im Regionalverkehr etwa in Urlaubsregionen überfüllte Züge geben könnte, sagte Wissing, die Länder hätten gewollt, dass das Ticket deutschlandweit gelte. Deswegen gehe er davon aus, dass sie sich auch entsprechend mit der Frage beschäftigt hätten, was dies für besonders touristisch attraktive Strecken bedeute. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass unsere starken Verkehrsunternehmen das in den Griff bekommen.“ Die Nutzerinnen und Nutzer der Tickets müssten aber damit rechnen, dass es punktuell zu einer starken Auslastung kommen könne, so wie man das auch in Spitzenzeiten kenne.

Kritik aus Ländern an einer unzureichenden Finanzierung des günstigen Tickets und insgesamt des ÖPNV wies Wissing erneut zurück. „Alle können zufrieden sein, und jetzt sollten alle in die Umsetzung gehen. Die Erwartungen sind groß, die Freude auf das Ticket ist groß und ich wünsche mir, dass es gut und reibungslos läuft und wir viele neue und zufriedene Nutzerinnen und Nutzer für den ÖPNV in Deutschland gewinnen.“

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RND/dpa

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