Bruder des Hauptverdächtigen festgenommen

Journalist und Forscher in Brasilien vermisst: zweiter Verdächtiger in Haft

Auf diesem von der brasilianischen Polizei zur Verfügung gestellten Bild ist der Einsatz nach dem Verschwinden eines brasilianischen Indigenen-Experten und eines britischen Journalisten am Itaquaí-Fluss tief im Amazonasgebiet zu sehen. Eine Woche nach ihrem Verschwinden waren persönliche Gegenstände der beiden gefunden worden.

Auf diesem von der brasilianischen Polizei zur Verfügung gestellten Bild ist der Einsatz nach dem Verschwinden eines brasilianischen Indigenen-Experten und eines britischen Journalisten am Itaquaí-Fluss tief im Amazonasgebiet zu sehen. Eine Woche nach ihrem Verschwinden waren persönliche Gegenstände der beiden gefunden worden.

Atalaia do Norte. Im Vermisstenfall um den Indigenen-Experten Bruno Araújo Pereira und dem britischen Journalisten Dom Phillips hat die Bundespolizei in Brasilien einen zweiten Verdächtigen verhaftet. Es handele sich um einen 41 Jahre alten Fischer und Bruder eines gleichaltrigen Mannes, der bisher als Hauptverdächtiger in dem Fall gelte, teilten die Behörden am Dienstag (Ortszeit) mit. Beamte hätten außerdem Munition und ein Ruder sichergestellt. Den Grund für die Beschlagnahme nannte die Bundespolizei nicht. Unklar war zunächst auch, wem die Gegenstände gehörten oder wo sie gefunden worden waren.

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Hauptverdächtiger bestreitet Vorwürfe

Der nun Festgenommene hatte der Nachrichtenagentur AP erst am Freitag gesagt, dass er seinen Bruder im Gefängnis besucht habe. Dabei sei gesagt worden, dass die lokale Polizei seinen Bruder auf dessen Boot gefoltert hätten. Auch das Boot zogen die Behörden ein.

Zuletzt gesehen wurden der Brite Phillips und der Indigenen-Experte Pereira am 5. Juni nahe dem Eingang zum schwer zugänglichen Vale do Javari, dem zweitgrößten indigenen Territorium Brasiliens. Indigene, die die beiden Männer begleiteten, berichteten, der Hauptverdächtige habe sie einen Tag vor deren Verschwinden mit vorgehaltener Waffe bedroht. Der Hauptverdächtige habe jegliches Fehlverhalten bestritten und berichtet, dass die Polizei ihn quäle, um ihn zu einem Geständnis zu bewegen.

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Am Dienstag setzten Einsatzkräfte die Suche nach Pereira und Phillips fort. Der Einsatz konzentriert sich auf eine Stelle rund um den Fluss Itaquai, wo freiwillige Helferinnen und Helfer von der indigenen Volksgruppe Matis nach eigenen Angaben auf eine Plane aus dem Boot stießen, das die beiden Vermissten nutzten. Am Montag dementierte die Bundespolizei Medienberichte, wonach die Leichen von Phillips und Pereira entdeckt worden seien. In der Gegend kam es in der Vergangenheit zu Konflikten zwischen Fischern, Wilderern und Regierungsmitarbeiterinnen und ‑mitarbeitern.

RND/AP

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