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Reaktionen auf Zerstörung durch Unwetter

„Das fasst einen schon an“: Ministerpräsident Wüst besucht Paderborn nach Unwetter

Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht mit einem Anwohner in Lippstadt, dessen Auto durch den Sturm zerstört wurde.

Paderborn. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Henrik Wüst (CDU) hat am Samstag Paderborn besucht, das besonders schwer von den Stürmen am Freitagabend getroffen worden war. Die Tornados in Nordrhein-Westfalen zeigten einmal mehr, dass mit häufigeren Extremwetterereignissen gerechnet werden müsse. Als er am Freitagabend die ersten Videos von den Tornados in NRW gesehen habe, sei auch sein erster Gedanke gewesen, dass man das nur aus den USA kennt, sagte Wüst.

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„Wenn man heute diese Schneise der Verwüstung hier sieht, dann fasst das einen schon an. Dann sieht man, dass das eben auch bei uns leider möglich ist und wir müssen uns darauf einrichten, dass so etwas hier häufiger passiert“, erklärte Wüst. Man müsse auf solche Extremwetterereignisse vorbereitet sein. „Es zeigt natürlich auch die Bedeutung des Klimaschutzes, das sieht man auch an einem solchen Unglück“, betonte der CDU-Politiker.

Mehr als 7500 Einsatzkräfte ausgerückt

NRW-Innenminister Herbert Reul, der ebenfalls in der Region unterwegs war, sagte: „Das Ausmaß der Zerstörung, das die Tornados in Lippstadt und Paderborn hinterlassen haben, macht mich traurig.“ Nach seinen Angaben rückten landesweit mehr als 7500 Einsatzkräfte aus, um Menschen zu retten oder aus einer Notlage zu befreien, und um Schäden zu beseitigen. Ein Polizist wurde verletzt, als er mit Kollegen zwei Menschen aus einem eingeklemmten Fahrzeug retten wollte.

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Paderborns Erzbischof Hans-Josef Becker erklärte am Samstag: „Über das Ausmaß des schweren Unwetters am gestrigen Nachmittag und Abend, das neben der Kernstadt von Paderborn viele weitere Gebiete im Erzbistum betraf, bin ich tief bestürzt.“

Der Bürgermeister von Lippstadt bei Paderborn, Arne Moritz (CDU), schrieb am Samstag auf Facebook: „Uns erreichen unendlich viele Beispiele gegenseitiger Hilfe, Unterstützung und tätiger Solidarität! Allen Lippstädterinnen und Lippstädtern vielen Dank dafür!“ Er fügte hinzu, dass die Aufräumarbeiten „in vollem Gange“ seien. Nach wie vor sei der Aufenthalt in der Innenstadt gefährlich. „Katastrophentourismus behindert Rettungskräfte und Aufräumarbeiten. Bitte bleiben Sie da, wo Sie sind!“, appellierte der Bürgermeister.

Im Raum Paderborn wurden bei dem heftigem Unwetter nach Polizeiangaben 30 bis 40 Menschen verletzt, davon mindestens zehn schwer.

RND/dpa/sebs

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