Video aus Ukraine macht Mut

Elfjährige Jana verlor bei Raketenangriff beide Beine: Jetzt lernt sie wieder laufen

Jana Stepanenko wird am 13. Mai 2022 von einem Arzt in einem öffentlichen Krankenhaus in Lwiw (Lemberg) getragen. Jana und ihre Mutter Natascha waren am 8. April beim Beschuss des Bahnhofs der östlichen Stadt Kramatorsk schwer verletzt worden.

Jana Stepanenko wird am 13. Mai 2022 von einem Arzt in einem öffentlichen Krankenhaus in Lwiw (Lemberg) getragen. Jana und ihre Mutter Natascha waren am 8. April beim Beschuss des Bahnhofs der östlichen Stadt Kramatorsk schwer verletzt worden.

Es ist ein Bild, das um die Welt ging und die Gräuel des Krieges verdeutlicht: Auf Händen trägt ein Arzt ein Mädchen durch die Gänge eines Krankenhauses in Lwiw (Lemberg), die zu dem Zeitpunkt elfjährige Jana hatte bei einem russischen Bombenangriff Teile beider Beine verloren. Doch jetzt, vier Monate später, machen neue Aufnahmen des Mädchens Hoffnung.

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Für Jana Stepanenko kam das Unglück aus heiterem Himmel, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete: Zusammen mit ihrer Mutter Natascha (43) und ihrem Zwillingsbruder Jarik wollte sich das Mädchen am 8. April in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk mit einem Evakuierungszug in Sicherheit bringen, als ein Raketeneinschlag das Leben der Familie für immer veränderte: Jana verlor beide Beine, eines direkt oberhalb des Knöchels, das andere unter dem Knie. Ihrer Mutter wurde das linke Bein unterhalb des Knies abgetrennt.

Jana (links) und ihre Mutter Natascha Stepanenko im Krankenhaus in Lwiw.

Jana (links) und ihre Mutter Natascha Stepanenko im Krankenhaus in Lwiw.

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Medienberichten zufolge wurde zudem die Großmutter bei dem Angriff getötet, Janas Vater starb Wochen später im Krieg. Trotz des schrecklichen Schicksalsschlags verlor die Elfjährige ihren Lebensmut nicht: „Ich möchte unbedingt wieder laufen“, sagte sie wenige Wochen nach dem Angriff einem AP-Reporter.

Dieser Wunsch ging jetzt in Erfüllung: Jana hat inzwischen Beinprothesen bekommen, wie ein von der ukrainischen Präsidentengattin Olena Selenska veröffentlichtes Video zeigt. In dem zehn Sekunden langen Clip geht sie langsam, aber sicheren Schrittes durch ein Krankenhaus­zimmer.

Die Aufnahme entstand im kalifornischen San Diego, wohin das Mädchen auf Initiative einer gemeinnützigen Organisation im Juli gemeinsam mit Bruder und Mutter ausgeflogen worden war. Neben einer fachärztlichen Versorgung erhielt es dort auch die Prothesen.

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„Die kleine Ukrainerin Jana hat mehr innere Stärke als die Besatzer, die versuchten, sie zu töten, indem sie den Bahnhof in Kramatorsk beschossen. Mit jedem Tag schreitet sie selbstbewusster einem neuen, glücklichen Leben entgegen“, schreibt Selenska in dem am Montag bei Twitter veröffentlichten Post. „Ich freue mich für Jana und hoffe, dass wir uns bald in der friedlichen Ukraine treffen werden.“

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RND/seb/jst

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