Nach Feuer am Monatg

Tesla in Grünheide hat keine funktionierende Brandmeldeanlage und Sprinkler

Dichte Rauchwolken steigen bei einem Brand auf dem Gelände der Gigafactory von Tesla am Montag in den Himmel.

Dichte Rauchwolken steigen bei einem Brand auf dem Gelände der Gigafactory von Tesla am Montag in den Himmel.

Grünheide. In der Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide funktionieren seit Produktionsbeginn die Brandmeldeanlage und Sprinkler nicht. Das sagte Mario Behnke, Sprecher des zuständigen Landkreises Oder-Spree, am Donnerstag gegenüber der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“.

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Den Behörden sei bekannt, dass die Anlage nicht in Betrieb sei. Tesla arbeite daher auf der Grundlage eines vorläufigen Brandschutzkonzeptes, das von den Behörden freigegeben worden sei, sagte Gehm. Rund um Uhr seien acht Mitarbeiter als Brandwache und für Patrouillen in der Fabrik im Einsatz. Zudem seien an drei Standorten in der Halle Feuerwehrfahrzeuge stationiert.

Der „Brandschutz ist abgesichert“, sagte Gehm. So schnell wie möglich solle aber die automatische Brandmeldeanlage und die in der Produktionshalle verteilten Sprinkler in Betrieb genommen werden. Es sei klar gewesen, dass ein Werk dieser Größenordnung nach und nach hochgefahren werde, meinte Gehm. Tesla äußerte sich bislang nicht. Vor rund einem halben Jahr wurde die Fabrik in Grünheide eröffnet. Ein Teil des Geländes liegt im Trinkwasserschutzgebiet.

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Kritik vom Naturschutzbund

Der Naturschutzbund Brandenburg reagierte mit Kritik. Sprecherin Christiane Schröder sagte, mit „notdürftigem Behelfen“ sei es nicht getan. Der Landkreis sei mit den Kontrollen zudem überfordert.

Umweltschützer sehen seit langem Probleme für den Grundwasserschutz. Am Montag hatten auf dem Tesla-Gelände Papier- und Holzabfälle Feuer gefangen. Da Löschmittel ins Erdreich gelangte, wurden Bodenproben untersucht. Ein Ergebnis stand dem Landkreis zufolge noch aus. Tesla muss zudem die Lagerfläche für Abfälle nach einer Verfügung des Landes vorerst stilllegen.

RND/dpa

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