Tödlicher Stromschlag im Kindergarten - “Mutter: Er starb in meinen Armen”

Blumen und Kerzen sind am Eingang der Kindertagesstätte im Frankfurter Stadtteil Seckbach abgelegt.

Blumen und Kerzen sind am Eingang der Kindertagesstätte im Frankfurter Stadtteil Seckbach abgelegt.

Frankfurt/Main. Ein sechs Jahre alter Junge ist in einer Frankfurter Kindertagesstätte tödlich verletzt worden. Die genauen Umstände und die Todesursache sind bislang unklar, die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen fahrlässiger Tötung, gegen wen ist noch unklar. Es steht die Vermutung im Raum, dass das Kindergartenkind einen Stromschlag an einer Steckdose erlitt. Dies sei aber noch nicht geklärt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt.

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Die genaue Todesursache müsse soll nun eine Obduktion ergeben. Das Ergebnis der gerichtsmedizinischen Untersuchung wird für diesen Freitag erwartet. Auch ein Sprecher des für die städtische Kita zuständigen Dezernates für Integration und Bildung der Stadt Frankfurt sagte am Donnerstag: „Dass der Junge einen Stromschlag erlitten hat, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt weder bestätigt noch dementiert werden.“

Junge so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus starb

Nach den bisherigen Erkenntnissen wurde der Sechsjährige bei dem Zwischenfall am Dienstagnachmittag in der Kita im Stadtteil Seckbach so schwer verletzt worden, dass er kurz darauf im Krankenhaus starb. Er sei in einem Vorschulkurs gewesen, teilte die Stadt Frankfurt mit.

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Gegenüber "Bild" äußerte sich die Mutter des kleinen Antonio: "Wir waren in der Garderobe, Antonio wuselte um mich herum. Dabei muss er an das aus einer Steckdose herausragende Kabel gekommen sein. Die Dose war herausgerissen." Die Mutter versuchte noch, Antonio mit einer Herzdruckmassage zu retten: "Doch er starb in meinen Armen".

Noch ist unklar, wann die Kita wieder öffnet

Die städtische Kita bleibe bis auf Weiteres geschlossen, sagte der Sprecher der Stadt Frankfurt. Eine Sicherheitsbegehung des Kita-Gebäudes durch die Unfallkasse Hessen habe bereits stattgefunden und „kam zu dem dem Ergebnis, dass der Betrieb des Kinderzentrums wieder aufgenommen werden könnte“, teilte die Stadt mit. Wann das sein wird, solle in den kommenden Tagen geklärt werden. Die anderen Kinder der Kita seien bis dahin auf weitere Einrichtungen verteilt worden.

Die zuständige Dezernentin für Integration und Bildung, Sylvia Weber, äußerte sich zutiefst betroffen zu dem Fall: „Ich bin erschüttert über dieses schreckliche Unglück. In meinen Gedanken bin ich bei der Familie und den Angehörigen des Kindes. Ich wünsche ihnen viel Kraft für diese schwere Zeit“.

Vor der geschlossenen Kita lagen am Donnerstag Blumen und Kerzen. An der Tür hing ein Schild: „Aufgrund eines Unfalls bleibt das Kinderzentrum geschlossen.“

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RND/dpa

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