Nashorn-Schmuggel in Malawi: 14 Jahre Haft für chinesischen Händler

PRODUKTION - 08.07.2021, Kenia, Ol Pejeta Conservancy: Ein Nashorn weidet auf dem Gelände der Ol Pejeta Conservancy. Das Nördliche Breitmaulnashorn ist fast ausgestorben. Aber nun gibt es Hoffnung: Deutsche Forscher könnten mit einer aufwendigen Prozedur dazu beitragen, die Unterart zu retten. Foto: Naveena Kottoor/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

PRODUKTION - 08.07.2021, Kenia, Ol Pejeta Conservancy: Ein Nashorn weidet auf dem Gelände der Ol Pejeta Conservancy. Das Nördliche Breitmaulnashorn ist fast ausgestorben. Aber nun gibt es Hoffnung: Deutsche Forscher könnten mit einer aufwendigen Prozedur dazu beitragen, die Unterart zu retten. Foto: Naveena Kottoor/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Blantyre. Ein Gericht in Malawi hat einen chinesischen Staatsbürger wegen Besitzes und Handels von Nashorn-Hörnern zu einer Gefängnisstrafe von 14 Jahren verurteilt. Der Angeklagte sei wegen der Schwere des Vergehens und des Versuchs, sich der Justiz zu entziehen, zu einer besonders langen Haft verurteilt worden, sagte die Vorsitzende Richterin Violet Chipao am Mittwoch in ihrem Urteil.

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Der Verurteilte sei der Drahtzieher des Schmuggelgeschäfts gewesen und habe bei seiner Festnahme Hörner von fünf Tieren bei sich gehabt, sagte Chipao. Er soll der Anführer der sogenannten Lin-Zhang-Bande gewesen sein, die mindestens zehn Jahre in Malawi aktiv war. Er wurde 2019 nach einer dreimonatigen Fahndung festgenommen. Nach Angaben der Naturschutzorganisation Environmental Investigation Agency (EIA) sollen zehn weitere chinesische Bandenmitglieder und vier malawische Staatsbürger bereits Gefängnisstrafen verbüßen, darunter die Ehefrau und der Schwiegersohn des jetzt verurteilten Banden-Chefs.

Handel mit Nashorn-Hörnern ein lukratives Geschäft

In Afrika soll es nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF noch rund 18.000 Breitmaulnashörner und etwa 5600 der stark bedrohten Spitzmaulnashörner geben. Der Handel mit Nashorn-Hörnern ist verboten. Doch in Asien, vor allem in Vietnam und China, ist Horn als Inhaltsstoff der traditionellen Medizin beliebt und kostet etwa so viel wie Gold.

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RND/dpa

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