Nach Mordfällen: Großbritannien prüft Telefon-App zum Schutz von Frauen auf dem Heimweg

Die App soll Frauen auf dem Heimweg schützen. (Symbolbild)

Die App soll Frauen auf dem Heimweg schützen. (Symbolbild)

London. Das britische Innenministerium prüft einen Vorschlag des Telefonunternehmens BT zum Schutz von Frauen, die allein unterwegs sind. Man werde sich rechtzeitig zu der von BT-Chef Philip Jansen angebotenen Dienstleistung namens „Walk Me Home“ („Begleite mich nach Hause“) äußern, teilte das Ministerium der Zeitung „Daily Mail“ mit.

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Dem Blatt zufolge handelt es sich um eine App, die eine Frau aktivieren kann, wenn sie allein unterwegs ist. Die App verfolgt ihren Weg und alarmiert von der Nutzerin angegebene Notfallnummern, falls diese zu lang auf sich warten lässt.

Innenministerin: „Das sollten wir so schnell wie möglich auf den Weg bringen“

Innenministerin Priti Patel sagte der Zeitung: „Das sollten wir so schnell wie möglich auf den Weg bringen. Ich prüfe das jetzt mit meinem Team und setze mich mit BT in Verbindung.“

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Im März war die 33-jährige Sarah Everard auf ihrem Heimweg im Süden Londons entführt und getötet worden. Ein Polizist gestand, sie vergewaltigt und ermordet zu haben. In der Folge gingen Tausende Menschen auf die Straße, um gegen Gewalt an Frauen zu protestieren. Der Polizist wurde mittlerweile zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein halbes Jahr nach dem Mord an Sarah Everard wurde eine 28-Jährige im Südosten Londons tot aufgefunden. Laut Ermittlern war sie offenbar attackiert worden, als sie auf dem kurzen Weg zu einem Pub war, wo sie sich mit einer Freundin treffen wollte.

BT-Chef will helfen, die persönliche Sicherheit zu verbessern

BT-Chef Jansen schrieb der „Daily Mail“, er könne die Gesellschaft nicht ändern, wolle aber helfen, die persönliche Sicherheit zu verbessern. „Männliche Gewalt führt dazu, dass so viele Menschen in Angst leben, besonders Frauen“, schrieb er. „Und deren Eltern, Partner und Freunde sorgen sich auch, mehr als jemals.“

RND/AP

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