Tierisches Problem für Touristen

Küstenstadt Kühlungsborn vertreibt dreiste Möwen mit Lautsprechern

Eine Möwe sitzt auf einer Mauer vor einem Fischimbiss. (Archivfoto)

Kühlungsborn. Das Ostseebad Kühlungsborn in Mecklenburg-Vorpommern geht mit Lautsprechern gegen übergriffige Möwen vor. Wie Bürgermeister Rüdiger Kozian (parteilos) am Dienstag sagte, kommen an touristischen Hotspots zu bestimmten Zeiten aus mehreren Lautsprechern spezielle Möwen-Warnlaute heraus. Möwen seien in Kühlungsborn wie auch in anderen Ostsee-Orten so dreist geworden, dass sie den Menschen überfallartig Brötchen oder Eiswaffeln aus den Händen rissen. Dabei könnten auch Verletzungen am Kopf, im Gesicht oder den Händen entstehen, sagte Kozian. Zunächst hatte die „Ostsee-Zeitung“ berichtet.

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Das im vergangenen Jahr errichtete Lautsprecher-System zeige Wirkung, sagte der Bürgermeister. Die Zahl der Beschwerden von Touristen und Einheimischen habe sich deutlich verringert. „Zuvor hatten wir laufend Anrufe von Betroffenen.“ Kozian betonte, dass das Füttern von Möwen ausdrücklich verboten ist.

Kritisch sieht der Naturschutzbund die Maßnahme, vor allem während der Brutzeit der Tiere. Zudem sei das Problem quasi hausgemacht, sagte der Ornithologe Benjamin Weigelt der „Ostsee-Zeitung“ - vor allem in bei Touristinnen und Touristen beliebten Ostseebädern. Der Mensch breite sich immer weiter aus, „Fisch- und Imbissbuden nehmen zu“. Und damit kämen dann auch die Möwen.

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RND/dpa/seb

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