QR-Code gegen Schaulustige

Johanniter stellen Rettungswagen mit „Anti-Gaffer-Design“ in Dienst

Brandenburg, Angermünde: David Sohn, Rettungssanitäter der Johanniter-Unfall-Hilfe Angermünder, demonstriert bei der Vorstellung von Brandenburgs erstem Rettungswagen im «Anti-Gaffer-Design» mit einem Smartphone die Funktionsweise.

Brandenburg, Angermünde: David Sohn, Rettungssanitäter der Johanniter-Unfall-Hilfe Angermünder, demonstriert bei der Vorstellung von Brandenburgs erstem Rettungswagen im «Anti-Gaffer-Design» mit einem Smartphone die Funktionsweise.

Angermünde. Die Johanniter-Unfall-Hilfe hat einen Rettungswagen mit „Anti-Gaffer-Design“ in Betrieb genommen. Damit will die Johanniter-Unfall-Hilfe das Handy-Filmen von Gaffern bei schweren Unfällen verhindern, wie Landesvorstand David Kreuziger am Donnerstag bei der Vorstellung des Rettungswagens in Angermünde (Uckermark) erklärte.

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Nach seinen Angaben ist es der erste Rettungswagen mit diesem Design in Brandenburg. Bundesweit seien im Rahmen eines Pilotprojekts bereits 25 Rettungswagen mit diesem Design im Einsatz, in Berlin seien es 2.

QR-Code mit der Warnung „Gaffen tötet“

Auf den Seiten und dem Heck des Rettungswagens ist ein großer QR-Code aufgemalt. Sobald dieser Code von einer Handykamera erfasst wird, erscheint auf dem Display die Warnung „Gaffen tötet“ und ein Hinweis auf die möglichen juristischen Folgen. Nach wie vor seien Gaffer am Unfallort ein großes Problem, sagte Kreuziger, der selbst Rettungsassistent ist. „Denn die Gaffer stören die Einsatz-Situationen.“

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Wirkung soll geprüft werden

In einer auf zwei Jahre angelegten Untersuchung will die Akkon-Hochschule der Johanniter-Unfall-Hilfe feststellen, die Wirkung der Fahrzeuge mit dem QR-Code prüfen.

Die Zugriffe auf den Warnhinweis seien nach jedem Einsatz ablesbar, erläuterte Kreuziger. Zudem würden bei den Einsätzen von den Rettungskräften und Teilnehmern der Studie dokumentiert, wie viele Gaffer mit Handys beobachtet wurden.

Kreuziger wies darauf hin, dass Handy-Gaffen bei Unfällen kein Kavaliersdelikt sei, sondern seit Anfang vergangenen Jahres mit einer Geldstrafe oder mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden könne.

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RND/dpa

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