Zeugenaussage als Grund?

Bewaffnete randalieren vor Friseur-Salon des Berliner Rappers Samra

Der Rapper Samra erscheint am 21.03.2022 als Zeuge vor dem Berliner Landgericht.

Berlin. Reizgasangriff, eine eingeschlagene Scheibe und mögliche Schüsse: Eine Gruppe aus 30 bis 50 maskierten und teils bewaffneten Verdächtigen hat vor einem Friseurgeschäft in Berlin-Lichterfelde für einen Polizeieinsatz gesorgt. Laut einem Bericht der „Bild“ soll es sich um den Friseur-Salon des bekannten Berliner Rappers Samra handeln.

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Samra hatte diese Woche im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker, den ehemaligen Manager des Rappers Bushido, und drei seiner Brüder ausgesagt. Die Angreifer sollen einen Bezug zu der in Teilen polizeibekannten Abou-Chaker-Familie haben. Das berichtete die Berliner Morgenpost mit Verweis auf Polizeiangaben.

Bei dem Vorfall vor dem Friseurgeschäft wurden zwei junge Männer am Freitagabend leicht verletzt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Manche der Unbekannten sollen Schusswaffen und Baseballschläger getragen haben. Zeugen hätten demnach von Schüssen berichtet. Patronenhülsen oder Einschusslöcher seien aber nicht gefunden worden, hieß es.

Samras Zeugenaussage Grund für den Angriff?

Den Zeugen zufolge habe einer der Teilnehmer die Scheibe des Friseurbetriebs mit einer Eisenstange eingeschlagen und zwei Männer beim Verlassen des Ladens mit Reizgas angegriffen. Rettungskräfte versorgten vor Ort die zwei 23-Jährigen mit Augenreizungen.

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Mehrere Beteiligte flüchteten den Polizeiangaben zufolge beim Eintreffen der Beamten. Die Polizei habe in einem der verbliebenen Fahrzeuge eine kleine Menge Drogen gefunden. In unmittelbarer Nähe des Geschäfts sei zudem scharfe Munition sowie eine Reizgas-Sprühdose sichergestellt worden.

Rapper Samra hatte am Montag vor dem Berliner Landgericht im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker ausgesagt. Der 27-Jährige erklärte von der Trennungsphase von Arafat Abou-Chaker und Bushido habe er „nicht viel mitbekommen“. Er könne sich kaum erinnern. Es treffe allerdings nicht zu, dass der Hauptangeklagte ihn bei einem Treffen im Zusammenhang mit der Trennung beleidigt und bedroht habe. Das sei „nicht passiert“, erklärte der Zeuge.

Den Angeklagten wird Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung, gefährliche Körperverletzung und Beleidigung zum Nachteil von Bushido vorgeworfen.

RND/dpa/lau

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