Gefährliche Vögel in Australien

Sieht nach Absicht aus: Kakadu wirft Topfpflanze von Balkon

Ein Kakadu im australischen Bundesstaat New South Wales (Symbolbild).

Ein Kakadu im australischen Bundesstaat New South Wales (Symbolbild).

Melbourne. In Australien weiß man, dass die Gelbhaubenkakadus mit Vorsicht zu genießen sind. Die hübschen weißen Vögel können hacken, beißen und sogar Mülltonnen öffnen. Doch jetzt wurde einer dabei erwischt, wie er Topfpflanzen aus einer Wohnung in Melbourne vom Balkon fallen ließ.

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In einem Video, das auf sozialen Medien veröffentlicht wurde, ist der Kakadu dabei zu sehen, wie er an den Topfpflanzen zerrt, sie schließlich hochhebt und vom Balkon auf die Straße plumpsen lässt. Die Passanten reagieren zwar überrascht, ignorieren das Verhalten aber weitgehend. Glücklicherweise wird keiner von einem Topf getroffen.

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Topfpflanzen und Socken im Visier

Gedreht wurde das Video laut lokalen Medien am vergangenen Montag. Der „Tatort“ soll die Flinders Lane im Zentrum von Melbourne sein. Das Video, das von der Social-Media-Meme-Seite „Brown Cardigan“ gepostet wurde, wurde auf Tiktok und Instagram schnell zu einem viralen Hit.

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Im Interview mit dem lokalen Sender ABC sagte die Cafémanagerin Lucie Amulet, die in Gastronomiebetrieben in der Flinders Lane arbeitet, dass das Video sie nicht überrascht habe. Die Vögel würden stets zu dieser Jahreszeit ihr Unwesen treiben. „Das passiert jedes Jahr“, sagte sie. Die Kakadus würden hauptsächlich Pflanzen von den Balkonen werfen, ab und zu aber auch mal Socken.

Verhalten begann während der Pandemie

Laut Amulet sind die dreisten Vögel bereits zum Diskussionsthema in der Nachbarschaft geworden. Erst am Wochenende habe eine Nachbarin eine Notiz unter ihrer Cafétür durchgeschoben, um sich dafür zu entschuldigen, dass sie die Tiere gefüttert habe. Letzteres – so glaubte sie – sei für das freche und durchaus auch gefährliche Verhalten der Tiere verantwortlich.

Ein weiterer Nachbar, der bei der ABC nur Jason genannt wird, berichtete, dass seine Balkonpflanzen schon zweimal Opfer eines Kakadus geworden seien. Das Verhalten der Tiere habe während des Lockdowns in der Pandemie begonnen. Obwohl sein kleiner Balkongarten unter den Vögeln gelitten hat, nahm der Australier das Ganze mit Humor. „Ich finde es skurril und lustig“, sagte er. Außerdem könne man ohnehin nichts dagegen machen. „Am Ende ist es die Natur.“

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„Bizarr und faszinierend“

Experten fasziniert das neue Verhalten der Tiere. John Martin, der an der Western Sydney University über das Verhalten von Stadtvögeln forscht und dabei auch schon mehrere Studien über Kakadus begleitet hat, nannte die tierischen Eskapaden „bizarr und faszinierend“. Er gestand ein, von dem Verhalten zuvor noch nicht gehört zu haben. Warum die Tiere mit Topfpflanzen werfen, war dem Wissenschaftler deswegen auch nicht ganz klar.

Der Forscher vermutete, dass es mit der verspielten Natur der Vögel zu tun haben könnte oder tatsächlich damit, dass sie Futter haben wollen. Wenn sie hungrig seien, würden die Tiere auch schon mal an Fenster klopfen, berichtete Martin.

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Wie schlau und vor allem auch wie geschickt die Tiere sind, fanden Forscher, darunter auch John Martin, bereits aufgrund eines ähnlich bizarren Verhaltens heraus, über das Anwohnerinnen und Anwohner in Sydney berichtet hatten. Dort wurden die Kakadus dabei erwischt, wie sie Mülleimer aufklappten und im Inneren der Tonnen nach Essensresten suchten.

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Bei näherem Hinschauen stießen die Forscher dabei auf eine Art „Wettbewerb“ zwischen Sydneysiders und Kakadus: Denn während die Menschen stets neue Abwehrmechanismen gegen die Vögel entwickelten – die Mülltonnen mit Wasserflaschen oder Ziegelsteinen beschwerten –, gelang es den Kakadus letztendlich doch immer wieder, sie zu überlisten.

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