Das „Tatort“-Jahr 2022: Münster-Jubiläum bis Münchner Weihnachtskrimi

Auf einer Fotorückwand sind das Logo der ARD-Fernsehreihe "Tatort", Einschusslöcher und Absperrband abgebildet.

München/Wien/Zürich. Beim „Tatort“ steht 2022 der 1200. Film an, 20 Teams sind 2022 aktiv, mehr als 35 neue Sonntagskrimis der ARD-Reihe sollen ausgestrahlt werden, nachdem es 2021 nur 33 gewesen sind. Vom NDR heißt es, man suche nach Möglichkeiten, wie ein nächster „Tatort“ mit Til Schweiger aussehen könnte. Beim MDR ist zu hören, man habe 2022 keinen Weimar-„Tatort“ in der Herstellung. Wie es 2023 weitergehe, dazu sei man „in Gesprächen“.

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Was Zuschauer bis Jahresende erwartet, verrät die folgende Übersicht:

Münster: Am Sonntag (16. Januar) kommt der 40. Fall des populärsten „Tatort“-Teams Thiel und Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers), das in diesem Jahr 20 Jahre alt wird. Im ersten von drei Filmen im Jubiläumsjahr erleidet Kommissar Thiel einen Erinnerungsverlust und in einem Wald wird sein früherer Vorgesetzter bei der Hamburger Mordkommission ermordet aufgefunden. In einem der anderen Münster-Krimis wird ein kaufsüchtiger IT-Experte in seiner eigenen Wohnung erschlagen aufgefunden.

Saarbrücken: Im neuen Saar-„Tatort: Das Herz der Schlange“ (23. Januar) haben es Hölzer und Schürk (Vladimir Burlakov und Daniel Sträßer) mit einer rätselhaften Frauenleiche in einer Villa zu tun.

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Köln: 25 Jahre sind Ballauf und Schenk (Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär) für den WDR nun schon dabei. Im ersten von drei Fällen 2022 (6. Februar) rollen die beiden den Todesfall eines Schauspielers neu auf - im Krimi „Vier Jahre“ spielen unter anderem Nina Kronjäger und Thomas Heinze mit. Im Fall „Hubertys Rache“ geht es dann um eine Geiselnahme auf einem Ausflugsschiff auf dem Rhein.

Schwarzwald: Der SWR-Krimi mit Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner kommt zweimal: In „Saras Geständnis“ (13. Februar) wird eine Frau nach vier Jahren Haft erneut in einen Tötungsfall verwickelt. Im zweiten Fall verstrickt sich eine Mutter und Ehefrau in Widersprüche, nachdem ihr Kind und dessen Vater verschwunden sind.

München: Dreimal kommen Batic und Leitmayr (Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl) laut BR - zu Fasching („Kehraus“), im Sommer („Flash“, Fall mit dem dementen Ex-Therapeuten eines Mörders) und im Dezember. Der Weihnachtskrimi ist ihr 90. Fall.

Berlin: Der letzte und 15. „Tatort“ mit Meret Becker („Das Mädchen, das allein nach Haus‘ geht“) kommt im Frühjahr. Es folgt laut RBB ein Solo-Fall für Robert Karow (Mark Waschke). Die Dreharbeiten mit dem neuen Duo Waschke und Corinna Harfouch sind im Sommer geplant, die Ausstrahlung dann aber erst im Frühjahr 2023.

Franken: Der achte „Tatort“ mit Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs kommt laut BR im Frühjahr. „Ein junger IT-Spezialist wird ohne erkennbares Motiv brutal ermordet.“

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Hamburg: Das NDR-Team Falke und Grosz (Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz) hat es im Fall „Tyrannenmord“ mit einem verschwundenen 17-jährigen Diplomatensohn zu tun.

Frankfurt am Main: Zwei Fälle kommen - im einen wird am Stadtrand eine Frauenleiche im Wald entdeckt. Als Janneke und Brix an der Fundstelle eintreffen, ist die Leiche jedoch verschwunden. Im zweiten Krimi mimt Martin Wuttke einen umstrittenen Psychoanalytiker.

Dresden: Zwei sächsische MDR-„Tatorte“ gibt es. Einmal müssen die Kommissarinnen Gorniak und Winkler eine Bluttat aufklären, bei der das Opfer fehlt. Im anderen Fall wird eine Reporterin entführt.

Kiel: Im Krimi „Borowski und der Schatten des Mondes“ (laut NDR voraussichtlich im 2. Quartal) will Borowski (Axel Milberg) den Tod seiner Jugendliebe Susanne aufklären, deren Skelett aufgetaucht ist.

Stuttgart: Nach dem Neujahrs-„Tatort“ kommt nach der Sommerpause der Fall „Der Mörder in mir“. Darin überfährt ein Mann einen Radfahrer - und fährt einfach weiter. Kommen Lannert (Richy Müller) und Bootz (Felix Klare) ihm trotzdem auf die Spur?

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Dortmund: Nach dem Fall zum Jahresauftakt am 2. Januar („Gier und Angst“) kommt noch der Fall „Liebe mich!“, in dem in einem Bestattungswald eine heimlich vergrabene Leiche entdeckt wird. Zehn Jahre gibt es 2022 das Dortmund-Team schon - zumindest die Figuren Faber und Bönisch (Jörg Hartmann und Anna Schudt).

Göttingen: Nach dem Solo-Krimi mit Maria Furtwängler an Weihnachten kommt 2022 wieder ein Fall von Charlotte Lindholm und Anaïs Schmitz (Florence Kasumba) als Duo. Darin geht es um eine getötete Studentin.

Bremen: Zwei Bremer Krimis sollen kommen, einer unter der Regie von Anne Zohra Berrached ist schon abgedreht. Darin suchen Liv Moormann und Linda Selb nach dem Tod einer Frau nach deren kleiner Tochter.

Ludwigshafen: Ulrike Folkerts ist nun schon 33 Jahre dabei. Ihre Lena Odenthal hat es im Fall „Das Verhör“ mit einem mutmaßlichen Frauenhasser zu tun, im zweiten Krimi mit den Tod eines Neunjährigen.

Mainz: Heike Makatsch ist laut SWR wieder im Einsatz. In ihrem inzwischen vierten Fall als Ellen Berlinger geht es um den Tod einer reichen Witwe, eine Frauenfreundschaft und einen jungen Liebhaber.

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Wiesbaden: Ulrich Tukur hat 2022 wieder einen „Tatort“-Einsatz, es ist sein elfter seit 2010. Der wahrscheinlich wieder besonders skurrile Film soll laut HR den Titel „Murot und das Kind“ tragen.

Wien: Zwei Austro-„Tatorte“ sind laut ORF vorgesehen. Im ersten davon, „Alles was recht ist“, erwirkt der Anwalt eines geständigen Doppelmörders einen Freispruch und ist kurz danach tot.

Zürich: Im Frühjahr kommt laut SRF der Krimi „Schattenkinder“ (über einen Mord in der Zürcher Kunstszene) und im Herbst „Risiken mit Nebenwirkungen“ (über den Tod der Anwältin einer Pharmafirma).

RND/dpa

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