Sorge um Marina Ovsyannikova

Anti-Kriegs-Protest im Fernsehen: russische TV-Mitarbeiterin laut EU verschwunden

Marina Ovsyannikova bei der Protestaktion im russischen Fernsehen.

Brüssel/Moskau. Die Frau, die im russischen Live-Fernsehen gegen den Ukraine-Krieg protestiert hat, ist laut EU-Angaben verschwunden. „Ihre Anwälte dürfen keinen Kontakt zu ihr aufnehmen“, fügte der Sprecher des EU-Chefdiplomaten Josep Borrell am Dienstag hinzu. Der Protest sei das jüngste Beispiel einer mutigen Haltung, welche die Lügen und Propaganda des Kremls widerlege. Russlands Regierung setze ihre Unterdrückung der einheimischen Opposition und der friedliebenden Bevölkerung fort und verweigere ihnen Grundrechte wie die Meinungsfreiheit.

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Protest im russischen Staatsfernsehen: Mitarbeiterin unterbricht Livesendung mit Anti-Kriegsplakat

Am Montagabend zeigte Sie in einer laufenden Sendung ein Schild und rief: "Stoppt den Krieg". Offenbar handelte es sich um eine Mitarbeiterin des Senders.

Mit einem Protestplakat und lauten Rufen hatte die TV-Mitarbeiterin Marina Ovsyannikova im russischen Staatsfernsehen am Montag für eine Unterbrechung der abendlichen Hauptnachrichtensendung gesorgt. Während der Live-Übertragung sprang die Frau plötzlich hinter einer Nachrichtensprecherin ins Bild und hielt ein Schild mit der Aufschrift „Stoppt den Krieg. Glaubt der Propaganda nicht. Hier werdet ihr belogen“ hoch.

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Dazu rief Ovsyannikova mehrmals laut: „Nein zum Krieg!“ Anschließend brach die Übertragung ab und es wurden Bilder aus einem Krankenhaus gezeigt. In Russland ist es Medien verboten, den russischen Einmarsch in die Ukraine als „Krieg“ oder „Invasion“ zu benennen. Stattdessen ist offiziell von einer „militärischen Spezialoperation“ die Rede.

RND/dpa

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