TV-Urgestein

„Kampf der Realitystars“: Diese Teilnehmerin gewinnt die Show auf RTL II

Die letzte Party

Die letzte Party

Das Zünglein an der Waage spielte Sissi Hofbauer: Die Schwester der Ex-„Bachelorette“ beschenkte ihre neugewonnene BFF Elena Miras mit einer Entscheidungsmünze - und sicherte ihr damit den Gesamtsieg inklusive 50.000 Euro Prämie. Letztlich erfüllte Sissi aber auch nur Elenas eigene Prophezeiung: „Ich hab‘s hier am meisten verdient.“ Nachdem die tsunamiartigen Spontanfreudetränen schnell getrocknet waren („Ich freu mich extrem!“), fand Schweizerin Elena auch zügig zur sachlichen Souveränität zurück: „Ich hätte nicht gedacht, dass es so spannend wird.“

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Ja, da hat schon die Richtige gewonnen. Yeliz Koc, die in der elften und letzten Woche der dritten Staffel von „Kampf der Realitystars“ (RTL II) das Finale knapp verpasste und beim letzten Aussieben auf der Strecke blieb, sagte ein wahres Wort: „Du bist nicht nur eine Kämpferin, du bist ein Löwin.“ „La Miras“ gibt einfach immer alles, mal auch zu viel als nötig, aber immer ist da Glut im Ofen. Oder, wie es der mit Koc kurz vor der Ziellinie ausgeschiedene Ronald „Richter Gnadenlos“ Schill formulierte: „Elena ist so eine leidenschaftlich Frau – die heult sicher auch beim Orgasmus.“ Woher er seine Erkenntnis zog? Er tanzte zuvor „mit dem Teufelsweib persönlich“.

Finale: Malkiel Dietrich hat keine Chance - und nutzt sie

„Nutten, Koks und frische Erdbeeren“? Auf das wartete Ronald Schill vergebens, am Ende gab es eher Halbpromis, Tränen und große Versöhnungsgesten. Den 16 auf dem Wege Richtung Finale ausgeschiedenen Ex-Mitspielern standen beim Voting ebenso die Tränen in den Augen wie den vier Finalisten. Beim großen Schluchzen war nicht mal Jan Leyk auf Krawall gebürstet – nun ja, fast: „Ich habe nix zu klären, ich bin nur froh, wenn ich die Pappnasen ab morgen nicht mehr sehen muss.“

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Die „Exen“ hatten die Macht, sie verteilten je eine Goldmünze. Wer von den Finalisten den größten „Goldschatz“ hortete, dem winkten Titel, Lorbeer und der Kohlekoffer. Als es zur Sache ging, waren es eigentlich nur noch drei Finalisten. Denn Nummer vier, Wahrsager Malkiel Dietrich, hatte eine ganz helle Sekunde und rief die Juroren auf: „Wählt unter diesen Dreien. Die waren von Anfang an dabei und haben es am meisten verdient.“ Gar nicht unclever vom Hellseher, denn so kam er mit einer noblen Geste aus der Nummer raus und konnte der fetten Null, die von Anfang an auch für ihn feststand („Noch unbeliebter als ich zu sein, dass muss man erst mal schaffen.“) noch was Positives abgewinnen.

Schäfer Heinrich betet umsonst zum „lieben Realitygott“

Elf Wochen lang war viel passiert, gemeinsam ging man durch „die Hölle der Realitystars“, wie es Schäfer Heinrich formulierte. „Wir haben gekämpft, wir haben gelacht, wir haben geweint“, fasste Sissi Hofbauer fix zusammen. Schäfer Heinrich betete zum Schluss gefühlt sekündlich zum „lieben Realitygott“. Kein Wunder, dass der echte da irgendwann die Schnauze voll hatte und den Schäfer – obzwar unbestritten ein „guter Hirte“ – mit leeren Händen zu seinen Schäfchen zurückschickte. Mehr als die Münzen von Jan Leyk, Fürst Heinz von Sayn-Wittgenstein und Martin „Berlin – trister Tag & dunkle Nacht“ Wernicke sprangen für den tapferen Heinrich nicht heraus.

Zwischen Favoritin Elena und dem sonnenscheinigen Newcomer Yasin Mohamed aber wurde es eine enge Kiste. Er bewegte viele der Münzwerfer mit seinem Ansinnen, die Kohle „meiner Mama zu schenken, damit ich ihr was zurückgeben kann“. Den Yakic-Zwillingen Ilona und Suzana sowie Ex-GNTM-Kandidatin Larissa Neumann sprach er damit direkt aus dem Herzen. Außerdem wurde er von „Rapperin“ Rich Nana, Ex-GNTM-Zicke Tessa Bergmeier, Ronald Schill und seinem neuen „Bro“ Paco Herb auserkoren.

Elena Miras trotzt dem „Kaleidsokop des Sadismus“

Im „Kaleidoskop des Sadismus“, wie Lästermäulchen Malkiel Dietrich die Show nannte, schlug sich Yasin nicht wirklich schlechter als die Siegerin Elena. Aber knapp daneben ist eben auch vorbei. Vielleicht war Yasin einfach zu viel Sonnenschein. Elena ließ sich wohl ein bisschen ernsthafter auf ihre Mitspieler ein, stand immer als zwar oft polternde, aber auch bedingungslos ehrliche Schulter zum Ausweinen parat. Außerdem vereinte sie viel mit ihren Freundinnen: „Ich weiß, wie es ist, gegen Vorurteile zu kämpfen“, meinte zum Beispiel Iris Klein und platzierte ihre Schicksalsmünze im Elena-Schacht.

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Ebenso taten es Sharon Trovato (die als allererste aus der Staffel gewählt wurde), „Reality-Praktikant“ Enrico Ekia („Elena, du hast mir so viel gegeben.“), Ex-It-Girl Nina Kristin („Elena, du bist ein Vorbild!“), Ex-Sommerhäusler Mike Cees („Du hast mich als Einzige ohne Vorurteile aufgenommen.“) und natürlich Elenas Busenfreundinnen Yeliz Koc und Sissi Hofbauer. Und so konnte Elena am Ende im Konfettiregen heulend auf die Knie fallen und Yasin gefrustet den thailändischen Mond anheulen. Schäfer Heinrich stand bedröppelt daneben, so wie meistens in den vergangenen elf Wochen.

Nach dem Finale ist vor dem Vergessen

Und so ist die dritte Staffel von „Kampf der Realitystars“ niedergekämpft. Was bzw. wessen Name hängenbleiben wird? Elena war schon vorher bekannt, Yasin könnte seinen Trash-Weg gehen, Yeliz wird schon alleine wegen „Playboy“-Bildern und ihrer Ex-Beziehung zu Jimi Blue Ochsenknech im Gespräch bleiben - aber sicher weniger wegen ihres Sala-Herzblatts Paco.

Von den meisten der insgesamt 22 Teilnehmern wird man in Zukunft aber eher weniger hören. Wer weiß schon noch, wer im letzten Jahr – beim Sieg von Sängerin Loona (na, wer hätte sich ohne googeln erinnert?) - Zweiter oder gar Vierter wurde (oder sonst so mitmachte)? Aber man muss auf das Vergessen gar nicht bis nächstes Jahr warten: Als die 16 Ex-Mitspieler diesmal bei der letzten „Stunde der Wahrheit“ Platz nahmen, war es ganz gut, dass diese hübsche, aber hölzerne Moderatorin – wer war das jetzt wieder gleich? – die Namen sagte ...

RND/Teleschau

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