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Stunde der Gartenvögel

Wer singt und zwitschert denn da in Salzgitter?

Der NABU lädt ein zur Stunde der Gartenvögel: Die Rauchschwalbe steht bereits auf der Vorwarnliste.

Der NABU lädt ein zur Stunde der Gartenvögel: Die Rauchschwalbe steht bereits auf der Vorwarnliste.

Salzgitter. Piep, Tschilp, Tirili: Seit Wochen bieten die Vögel in Gärten und Parks ihre Frühlingskonzerte. Welche Arten und wie viele es noch sind, die die Menschen vor allem morgens mit ihrem Gesang erfreuen, das wird das Wochenende vom 13. bis 15. Mai zeigen: Der (Naturschutzbund) NABU ruft gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der NAJU zur „Stunde der Gartenvögel“ auf.

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„Je mehr Menschen mitmachen, desto besser können unsere Ornithologen den Zustand der Vogelpopulationen in unseren Siedlungen einschätzen“, sagt Josefine Beims, Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle in Salzgitter. „Mehr als 140.000 Menschen hatten im vergangenen Jahr mitgemacht und aus über 95.000 Gärten über 3,1 Millionen Vögel gemeldet.“ Gemeinsam mit der Schwesteraktion „Stunde der Wintervögel“ handelt es sich damit um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion.

In der Region Südost-Niedersachsen haben sich 2021 über 2.000 Menschen beteiligt. Insgesamt erfolgten aus über 1.300 Gärten, Parks oder von Balkons und Fenstern Meldungen zu Vogelvorkommen. Häufigster Gartenvogel war 2021 in Südost-Niedersachsen der Haussperling vor Star und Amsel. Ziel der Aktion ist es, Trends bei den Beständen über die Jahre zu verfolgen. Weil die „Stunde der Gartenvögel“ seit 2006 stattfindet, können die Ornithologen beim NABU bereits auf einen umfangreichen Datenschatz zurückgreifen.

Auch Menschen, die wenig über Vögel wissen, können teilnehmen, meint Josefine Beims. „Unsere Zählhilfe macht das Erkennen einfach. Außerdem bieten wir unsere kostenlose App NABU Vogelwelt, die beim Identifizieren hilft.“ Wichtig sei es auch, seine Beobachtung zu melden, auch wenn man während der Zählung nur sehr wenige Vögel festgestellt hat. „Auch das sind sehr wichtige Daten für uns. Es geht ja nicht um einen Wettbewerb, wer die meisten Vögel sieht, sondern darum, eine realistische Momentaufnahme zu erhalten“, so Josefine Beims:

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Die Aktion gibt auch Aufschluss über den Brutbestand, denn im Mittelpunkt stehen Arten, die bei uns brüten. Josefine Beims: „So zum Beispiel die Schwalben, die Ende März aus ihren Winterquartieren in Afrika zurückgekommen sind. Leider hat ihr Bestand in den vergangenen Jahrzehnten stark abgenommen. Die Rauchschwalbe steht bereits auf der Vorwarnliste und die Mehlschwalbe gilt bereits als gefährdet.“

Und so funktioniert die Vogelzählung: Von einem ruhigen Plätzchen im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Zahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. Die Beobachtungen können online unter www.stundedergartenvoegel.de bis zum 23. Mai gemeldet werden, aber auch unter der kostenlosen Rufnummer am 14. Mai von 10 bis 18 Uhr unter (0800) 1157115.

Eine Zählhilfe für die „Stunde der Gartenvögel“ und die NABU-Aktiv-Broschüre „Vögel im Garten“ können in der NABU-Regionalgeschäftsstelle an der Konrad-Adenauer-Straße 25 in Lebenstedt zu den Öffnungszeiten dienstags 10-12 und 13-15 Uhr abgeholt werden.

Von Roland Weiterer

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