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800 bis 1.000 Fälle pro Jahr

Salzgitters Suchthilfe warnt vor den Gefahren des Alkohols

Beteiligen sich an der Aktionswoche Alkohol: Marvin Pittner und Louisa Rehrmann am Stand der AWO-Salto Suchthilfe.

Beteiligen sich an der Aktionswoche Alkohol: Marvin Pittner und Louisa Rehrmann am Stand der AWO-Salto Suchthilfe.

Salzgitter. Laut Jahrbuch Sucht der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen ist Deutschland beim Alkoholkonsum im internationalen Vergleich nach wie vor Hochkonsumland. Im vergangenen Jahr starben hierzulande 62.000 Menschen an alkoholbedingten Todesfällen. Somit gab es gute Gründe dafür, dass auch die AWO-Salto Suchthilfe sich an der momentan laufenden Aktionswoche Alkohol beteiligte.

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„Alkohol ist nach wie vor das Suchtmittel Nr. 1, wegen dem sich Menschen Rat und Hilfe bei uns suchen“, erklärt Marvin Pittner, Suchtpräventionsfachkraft der AWO-Salto Suchthilfe Salzgitter. „Wenn man auf der einen Seite bedenkt, dass sich jährlich 800 bis 1.000 Menschen überwiegend mit Alkoholproblematik an uns wenden und auf der anderen Seite davon ausgegangen wird, dass nur um die zehn Prozent aller Menschen im Suchthilfesystem ankommen, dann bekommt man einen groben Eindruck von der Dimension, die das Thema in Salzgitter hat“, so Marvin Pittner.

Im Rahmen der Aktionswoche machte die AWO-Salto Suchthilfe mitten im Stadtzentrum auf das Thema aufmerksam. Dort gab es am Monument einen Informationsstand, an dem sich interessierte Bürger rund um das Thema informieren konnten. Zudem war eine Versuchsstation aufgebaut. Die Gäste konnten mit einem Kettcar einen Parcours zu durchfahren, im ersten Durchlauf ganz regulär, danach mit einer Rauschbrille, die die visuelle Wahrnehmung unter Alkoholeinfluss simulierte. „Es war unmöglich für mich, den Parcours sauber mit der Brille zu durchfahren. Ich habe doppelt gesehen und konnte absolut nicht einschätzen, wo sich die Pylonen befunden haben“, schilderte eine junge Mutter.

„Der aktuelle Forschungsstand besagt ganz klar: Es gibt keine gesundheitsförderliche Menge beim Alkohol. Auch das gelegentliche Glas Rotwein ist nicht risikofrei. Solche Mythen halten sich hartnäckig. In puncto Alkohol gilt nach wie vor der Grundsatz: Weniger ist besser“, erklärt Marvin Pittner. Menschen, die sich eine Beratung wegen ihres Alkoholkonsums oder des Konsums eines Angehörigen wünschen, können sich an die AWO-Salto Suchthilfe wenden unter Tel. (05341) 1885975.

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Von Roland Weiterer

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