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Gewaltfrei Lernen

Salzgitters Grundschüler trainieren für ein gutes Klassenklima

Blindes Vertrauen: Salzgitters bisheriger TAG-Standortleiter Claudius Oleszak lässt sich von einem Grundschüler durch die Sporthalle führen.

Blindes Vertrauen: Salzgitters bisheriger TAG-Standortleiter Claudius Oleszak lässt sich von einem Grundschüler durch die Sporthalle führen.

Salzgitter. Gemeinsam mit dem Verein Gewaltfrei Lernen und ihrem meineSZitty-Club hat die TAG Wohnen ein wichtiges Projekt neu aufgenommen. Im Stadtteil Fredenberg machte das Programm nun die Kinder an der Grundschule Goerdeler Straße sowie deren Eltern und Lehrerinnen und Lehrer fit, wenn es darum geht, Konflikte untereinander konstruktiv zu lösen. Denn selbst bei den Jüngsten gibt es Situationen, um mit erprobten Handlungsmöglichkeiten den Alltag zu meistern.

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Kinder stark machen und Hilfestellungen gegen Mobbing mitzugeben, darum ging es in dem einwöchigen Kurs, über den sich eine TAG-Delegation um Vorstand Claudia Hoyer vor Ort informierte: „Kinder können im Projekt etwa lernen, wie sie mit verbaler oder körperlicher Gewalt auf dem Schulweg, dem Pausenhof oder im Unterricht umgehen können. Ziel ist es, die Schulen handlungsfähig zu machen, ob als Betroffene oder als Helfer.“

Bei Gewaltfrei Lernen geht es zwar vorrangig um die Kinder, die Trainer schulten aber auch nachmittags und abends die Eltern sowie die Lehrerinnen und Lehrer. „Für manche Beteiligten ist es ein Hilfestellung, aus scheinbar festgefahrenen Situationen einen Ausweg zu finden“, so der bisherige TAG-Standortleiter Claudius Oleszak, der zum 1. Juli nach mehr als neun Jahren in Salzgitter zur TAG Wohnen in Thüringen wechselte und nun gleichzeitig beim TAG-Konzern in Berlin den Bereich der Unternehmensentwicklung leitet.

In dem bewegungsreichen Konzept geht es um Soziales Lernen, Teamwork und Konfliktfähigkeit, aber auch um eine Beratung des Kollegiums zur sozialen Persönlichkeitsbildung der Kinder. Die alltagsnahen Praxisstrategien vereinen Ideen für wechselseitigen Respekt, Achtsamkeit, Konzentrationsförderung, ein gutes Klassenklima sowie die sinnvollsten Strategien zur Prävention und Intervention von Ausgrenzung, Mobbing und körperlichen Schikanen unter den Mädchen und Jungen.

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Ulrich Hagedorn, Schatzmeister im meineSZitty-Club: „Die Kinder sollen miteinander, aber ohne Körperkontakt spielen und sich vielseitig bewegen sowohl in den Räumen der Betreuung, in den jeweiligen Schulklassen und auf dem Schulhof.“ Oder wie es Rektorin Frauke Kuba formuliert: „Uns geht es um soziales Lernen für fairen Umgang miteinander.“ Freundschaft, Wertschätzung und ein gutes Gruppenklima sind in der Schule gefragt.

Dabei ist wechselseitiges Helfen wichtig, die Kinder sollen es als Umgangskultur festigen und leben, meint Schulsozialarbeiterin Pia Tremmel. Das Training dafür ist vielfältig: Konflikte lösen ohne Hautkontakte und Selbstbehauptung, die Schüler beschäftigten sich aber auch damit, mit der Wut der anderen oder der eigenen umzugehen. Die Psychologen arbeiteten mit Sprechübungen und Kommunikationsspielen, in denen es um Aussprachen, Streitschlichtung und Klassenrat ging. Und die Kinder wurden auch für Fälle von sexueller Belästigung – ob Ansprechen, Anfassen oder Bedrohen – vorbeugend gestärkt, ohne ihnen dabei jedoch Angst zu machen.

„Wir freuen uns, ein solches Anliegen, das zudem den Kindern großen Spaß zu machen scheint, finanziell über unseren meineSZitty-Club fördern zu können“, so TAG-Vorstand Claudia Hoyer nach ihrem „überaus positiven“ Besuch an der Grundschule. „Das schafft nicht nur starke Kinder, sondern auch starke Wohnquartiere“, ergänzt Salzgitters neuer TAG-Chef Henrik Kreime.

Von Roland Weiterer

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