Ausweis ist wichtig

Helios Klinikum Salzgitter macht sich stark für die Organspende

Ein Ausweis kann Leben retten: Dr. Ralph Tellkamp, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Helios Klinikum Salzgitter, möchte die Organspende in der Region voranbringen.

Ein Ausweis kann Leben retten: Dr. Ralph Tellkamp, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Helios Klinikum Salzgitter, möchte die Organspende in der Region voranbringen.

Salzgitter. Die Frage beschäftigt viele Menschen: Organspende ja oder nein? „Egal wofür man sich am Ende entscheidet, wichtig ist es, den eigenen Willen zu bekunden – zum Beispiel mit einem Organspendeausweis“, erklärt Dr. Ralph Tellkamp, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Helios Klinikum Salzgitter. Zum Tag der Organspende, der bundesweit am ersten Samstag im Juni stattfindet, macht der Mediziner daher auf das wichtige Thema aufmerksam.

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Rund 9.000 schwer erkrankte Menschen warten in Deutschland auf ein lebensrettendes Spenderorgan. Es ist eine Chance auf ein neues Leben. „Organempfänger und Familienangehörige wissen diesen Akt der Nächstenliebe zu schätzen“, weiß der Chefarzt. Meist verspüren die Betroffenen ewige Dankbarkeit gegenüber den Menschen, die mit einer Organspende geholfen haben – denjenigen, die sich zu Lebzeiten für eine Organspende entschieden haben und allen Menschen, die sich Gedanken machen über das Thema Organspende. Auch wenn die Identität des Spenders anonym bleibt.

Die postmortale Organspende, also die Organspende nach eingetretenem Tod, ist in Deutschland unter anderem im Transplantationsgesetz geregelt. Für die Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls gilt die Richtlinie der Bundesärztekammer. Das bedeutet ein strenges Protokoll unter der Mitwirkung zweier Fachärzte mit langjähriger Erfahrung in der Intensivmedizin. Im Helios Klinikum Salzgitter sind außer Dr. Ralph Tellkamp noch ein weiterer Arzt der Intensivstation und eine Pflegekraft speziell für alle Fragen zur Organspende ausgebildet.

Rechtliche Voraussetzungen für eine postmortale Organspende ist neben der Feststellung des Hirntodes die Einwilligung des Verstorbenen zu Lebzeiten. Dies kann mündlich oder schriftlich mitgeteilt werden. Die Entscheidung des Verstorbenen ist bindend. Wenn sich nach einer schweren Gehirnverletzung jeder Art abzeichnet, dass der irreversible Hirnfunktionsausfall zu erwarten ist oder eintritt, werden die Ärzte der Intensivstation das Gespräch mit den Angehörigen suchen. Sie sind nach dem Gesetz verpflichtet, den Patientenwillen zur Organspende festzustellen.

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Für alle Interessierten, die noch keinen Organspendeausweis besitzen, stellt das Helios Klinikum in Lebenstedt ab dem 4. Juni an der Information im Erdgeschoss kostenlos Ausweise und Infomaterial zur Verfügung.

Von Roland Weiterer

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