Gurbet-Tour

Ein Abend für die Vielfalt in Salzgitters Kulturscheune

Laden ein zur Gurbet-Tour in die Kulturscheune: Fachdienstleiter Hartmut Schölch, Kulturdezernent Jan Erik Bohling und Organisatorin Natalia Schmidt.

Laden ein zur Gurbet-Tour in die Kulturscheune: Fachdienstleiter Hartmut Schölch, Kulturdezernent Jan Erik Bohling und Organisatorin Natalia Schmidt.

Salzgitter. Nachträglich zum 60. Jahrestag des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei hat die Föderation Türkischer Elternvereine in Niedersachsen (FöTEV) eine Konzert-Reihe in acht Städten des Landes organisiert. Unter dem Titel „Gurbet – 60 Jahre ZU HAUSE in Niedersachsen“ kommt die Migranten-Pop-Band Shanaya am Samstag, 2. Juli, um 19 Uhr in die Kulturscheune, um mit den Menschen in Salzgitter zu feiern.

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Schirmfrau ist die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf. Gefördert wird die Veranstaltungsreihe von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung. Ziel ist es, die Leistungen der türkischen Familien anzuerkennen und wertzuschätzen. „Für uns steht die deutsch-türkische Freundschaft im Vordergrund. Der Dialog und der Austausch sind für die Stärkung der Mehrheitsgesellschaft von großer Bedeutung“, betont Seyhan Öztürk, die Vorsitzende der FöTEV, die in Salzgitter aufgewachsen ist. „Unser besonderer Dank gilt den acht Kommunen, den Gastgebern der GurbetTour. Es ist wichtig, vor Ort das Wir-Gefühl zu stärken und das gemeinsam Erreichte zu feiern,“ so Seyhan Öztürk.

Das sieht auch Salzgitters Kulturdezernent Jan Erik Bohling so. Die Stadt habe eine „hohe Assimilationskraft“ verweist er auf den hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund. In Spitzenzeiten 1982 lebten mehr als 8.426 türkische Einwohner in der Stadt (3162 Männer, 1994 Frauen und 3270 Kinder). 2021 waren es noch 4.875 Türken und Türkinnen. Allerdings lassen sich die Zahlen nicht vergleichen, weil viele Kinder in Deutschland geboren wurden und als deutsche Staatsangehörige in der Statistik nicht mehr berücksichtigt werden. „Das Gurbet-Konzert ist eine interkulturelles Veranstaltung für alle“, betont Jan Erik Bohling. In seinen Augen ist Salzgitter genau die richtige Adresse für das Konzert.

Die Landesbeauftragte Doris Schröder-Köpf betont: „Heute leben mehr als drei Millionen Menschen mit familiären Wurzeln aus der Türkei in Deutschland, von denen rund 1,8 Millionen in Deutschland geboren sind. Insbesondere die erste Generation hat Niedersachsen mit aufgebaut, es zu dem gemacht, was es heute ist, unser Land bereichert, wirtschaftlich aber vor allem auch menschlich. Mittlerweile ist Niedersachsen seit vier Generationen für türkischstämmige Menschen ein Zuhause.“ In der Wissenschaft, in der Fabrik, in der Politik, im Sport und in der Kultur bereicherten sie das moderne Deutschland und seien „aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken“.

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Das soll nun gemeinsam gefeiert werden mit Mig-Pop, wie die Band Shanaya aus Hannover ihr Genre nennt. Die Gruppe um die deutsch-türkische Sängerin Ayda experimentiert mit Pop-, Electro-, Ethno-, Dance und Orientalsounds. Ende Mai 2022 veröffentlicht die Band ihr Album „Gastarbeiterkind“, wie auch Ayda eines ist. Sie ist wurde in Hannover geboren, wuchs dort auf. „Wir wollen mit unserer Musik die Menschen vereinen. Deutschland ist ein Land mit großer Vielfalt. Bei unseren Konzerten sehen wir diese Vielfalt. Mit unserer Musik möchten wir einen Spiegel schaffen, worin die Menschen sich erkennen und ihre Identität finden. Die Menschen in diesem Land gehören zusammen. Nur vereint ist diese Gesellschaft stark“, sagt die Sängerin. Sie vereint deutsche Texte mit orientalisch klingenden Melodien. Der Eintritt ist frei, Einlass ist ab 18.30 Uhr.

Von Roland Weiterer

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