Land und Bund

Durchbruch für das SALCOS-Programm der Salzgitter AG

Freuen sich über die Unterstützung für das SALCOS-Projekt der Salzgitter AG: Burkhard Becker, Dr. Hans-Jürgen Urban, Hasan Cakir, Olaf Lies, Stephan Weil, Gunnar Groebler, Reinhold Hilbers, Martin Zappe, Stefan Wenzel, Ulrich Grethe, und Heinz-Gerhard Wente.

Freuen sich über die Unterstützung für das SALCOS-Projekt der Salzgitter AG: Burkhard Becker, Dr. Hans-Jürgen Urban, Hasan Cakir, Olaf Lies, Stephan Weil, Gunnar Groebler, Reinhold Hilbers, Martin Zappe, Stefan Wenzel, Ulrich Grethe, und Heinz-Gerhard Wente.

Salzgitter. Die Landesregierung Niedersachen und Bundesregierung senden mit der Unterzeichnung einer Verwaltungsvereinbarung ein starkes Signal für das SALCOS-Projekt der Salzgitter-AG. Nachdem der Aufsichtsrat des Konzerns im Juli Eigenmittel in Höhe von 723 Millionen Euro für das Salzgitter Low CO2 Steelmaking (SALCOS) freigegeben hatte, konkretisiert sich die Finanzierung durch die Unterschriften, die Ministerpräsident Stephan Weil und Staatssekretär Stefan Wenzel, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), leiseten. Durch das Papier einigen sich das Land und die Bundesrepublik auf eine Lastenverteilung bei der Projektförderung unterzeichnet. „Somit steht nun nur noch die Notifizierung der EU-Kommission aus, um die erste Stufe des Transformationsprogrammes komplett umsetzen zu können. Gleichzeitig wurden weitere Vereinbarungen zwischen Bund und Land zur gemeinsamenFinanzierung von Wasserstoffprojekten in Niedersachsen unterzeichnet.

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Stephan Weil bezeichnet SALCOS als „echten Durchbruch für die Stahlbranchen und für die Region und das Unternehmen als riesigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit“. Für die neuen klimafreundlichen Prozesse seien große Mengen erneuerbarer Energie und grünen Wasserstoffs nötigt. Niedersachsen biete dafür einzigartige Standortvorteile als Windenergieland Nummer eins mit seinen Seehäfen zum Import und zur Verteilung von grünem Wasserstoff und mit seinen großvolumigen unterirdischen Formationen zur Speicherung von Wasserstoff. „Die Bedeutung von SALCOS reicht weit über Salzgitter hinaus und stellt für uns ein besonderes Leuchtturmprojekt dar“, so der Ministerpräsident.

Stefan Wenzel wies darauf hin, dass die Bundesregierung die nachhaltigen Dekarbonisierungsschritte der Stahlindustrie fördere. Das SALCOS-Programm werde dazu beitragen, die Stahlindustrie zukünftig zu einem innovativen Werkstoffproduzent zumachen, der die Grundlage vieler Wertschöpfungsketten bildet und zum Erfolg von „Made in Germany“ beitrage. „Wir werden uns in der Bundesregierung für den Aufbau grüner Leitmärkte einsetzen, die das Fundament für die Wirtschaftlichkeit CO2-armer Produkte bilden und helfen, Wertschöpfung, Arbeitsplätze und den Aufbau der Wasserstoffindustrie zu beschleunigen.“

Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, unterstreicht die Vereinbarung die Ernsthaftigkeit, „mit der die gesetzten Klimaschutzziele politisch angegangen werden“. Der Konzern sei stolz darauf, mit seinem wegweisenden industriellen Transformationsprogramm signifikant zum Erreichen der Niedersächsischen und damit auch deutschen und europäischenKlimaschutzziele beizutragen. Er sprach von einem „Selbstverständnis, als Pionier

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die industrielle Dekarbonisierung in Europa voranzutreiben“. Ziel von SALCOS ist es, die Stahlproduktion in Salzgitter in drei Stufen bis 2033 komplett auf eine CO2-arme Rohstahlproduktion umzustellen. Die erste Stufe mit einer Rohstahlkapazität von 1,9 Mio. Tonnen pro Jahr soll bereits Ende 2025 in Betrieb gehen. Das bisherige auf Kokskohle beruhende Verfahren soll einer neuen wasserstoffbasierten Route weichen. So lasen sich rund 95 Prozent der jährlichen CO2-Emissionen von etwa acht Millionen Tonnen sparen – das entspricht rund einem Prozent der deutschen Klimagase.

Von Roland Weiterer

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