Wichtiges Ehrenamt

Die Stadt Salzgitter sucht 64 Schöffinnen und Schöffen

Werben für das Ehrenamt: Sven Hillebrecht, stellvertretender Fachgebietsleiter im Fachdienst Rats- und Kommunalangelegenheiten der Stadt, mit Jugendschöffin Claudia Nowak und Schöffe Klaus-Dieter Wicht.

Werben für das Ehrenamt: Sven Hillebrecht, stellvertretender Fachgebietsleiter im Fachdienst Rats- und Kommunalangelegenheiten der Stadt, mit Jugendschöffin Claudia Nowak und Schöffe Klaus-Dieter Wicht.

Salzgitter. Die Wahl für das Schöffenamt steht an. Es geht um eine verantwortungsvolle Aufgabe, bei der vor allem Lebenserfahrung und Menschenkenntnis zählen. Die Stadt Salzgitter sucht 118 Bewerberinnen und Bewerber für das Ehrenamt für die Geschäftsjahre 2024 bis 2028 – 64 Erwachsene für das Amtsgericht Salzgitter und Landgericht Braunschweig sowie 28 Frauen und 26 Männer als Jugendschöffinnen und Jugendschöffen.

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Bürgerinnen und Bürger können sich bis Ende Februar in die jeweilige Vorschlagsliste zur Wahl aufnehmen lassen. Die Ehrenamtlichen unterstützen die Berufsrichterinnen und Berufsrichter am Amts- oder Landgericht. Immer zwei Schöffinnen und Schöffen sind den Richtern und Richterinnen zur Seite gestellt, sitzen mit ihnen in den Prozessen.

Die Schöffen hören zu, können auch Fragen stellen und sprechen dann gleichberechtigt im „Namen des Volkes“ ein Urteil, das der Richter oder die Richterin verkündet. Das war für Klaus-Dieter Wicht eine Motivation, sich nach seiner aktiven Berufszeit für das Landgericht Braunschweig als Schöffe zu bewerben. Das war vor neun Jahren. „Im Grundgesetz steht, dass alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht. Die Schöffinnen und Schöffen repräsentieren damit das Volk“, betont er. Er hätte gerne noch weiter gemacht, doch die gesetzliche Altersvorgabe sieht vor, dass mit 70 Jahren Schluss ist.

Wichtig für dieses Ehrenamt sind Menschenkenntnis und ein gesundes Rechtsempfinden, berichtet der Rentner, der an verschiedenen Prozessen teilgenommen und dabei die unterschiedlichsten Menschen kennengelernt hat. „Das ist spannend und mit einer hohen Verantwortung verbunden, weil wir Schöffen mit dem Richter ein Urteil fällen“, so Klaus-Dieter Wicht. Schöffinnen und Schöffen leisten damit auch einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft.

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Das war auch für Claudia Nowak der Grund, sich als Jugendschöffin zu bewerben. Sie las vor fünf Jahren den Aufruf, bewarb sich, wurde in die Vorschlagsliste aufgenommen und nach der Wahl Schöffin im Jugendgericht. „Wir erhalten Einblicke in andere Welten“, so die Ehrenamtliche. Als Jugendschöffin gelte der Grundsatz „Erziehung vor Strafe“.

Claudia Nowak möchte die jungen Menschen als Schöffin auf den richtigen Weg bringen. Deswegen sei es in den Verhandlungen wichtig, zuzuhören, alle Hintergründe zu kennen, um dann im Team eine Entscheidung zu treffen. Ihre eigene Entscheidung, sich für dieses wichtige Ehrenamt zu bewerben, hat sie bereits getroffen und ihre Bewerbung abgeschickt.

Von Roland Weiterer

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