Hilfe für den Start

Das Kinderhilfswerk spendiert 50 Schulranzen in Salzgitter

Schulranzen für den Start: Julia Sonnemann und Jessica Färber von der Stadtbibliothek mit Maxim, Esila und Victoria, Koordinator Michael Kruse vom Kinderhilfswerk, Sozialdezernent Dr. Dirk Härdrich und Sylvia Fiedler, Kinderbeauftragte der Stadt Salzgitter.

Schulranzen für den Start: Julia Sonnemann und Jessica Färber von der Stadtbibliothek mit Maxim, Esila und Victoria, Koordinator Michael Kruse vom Kinderhilfswerk, Sozialdezernent Dr. Dirk Härdrich und Sylvia Fiedler, Kinderbeauftragte der Stadt Salzgitter.

Salzgitter. Das Deutsche Kinderhilfswerk hat 50 Schulranzen an Erstklässlerinnen und Erstklässler verteilt Damit soll Kindern aus finanziell schwierigen Verhältnissen ein guter Start ermöglicht werden. Die blauen, gelben und violetten Tornister sind gefüllt mit Federmappen, Buntstiften, Schulheften und einem Sportbeutel.

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Michael Kruse, Regionale Koordination des Deutschen Kinderhilfswerkes, betont: „Auch wenn die Corona-Pandemie derzeit das Leben unserer Kinder enorm belastet, heißt es hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen. Wir wünschen uns sehr, dass die Kinder in Salzgitter einen unbeschwerten ersten Schultag erleben werden.“

Die Einschulung sei ein ganz besonderes Ereignis, doch für Familien mit wenig Einkommen bedeutet sie eine außerordentliche finanzielle Belastung. Gerade ein guter Schulranzen koste sehr viel Geld, so Michael Kruse. Die Aktion soll dazu beitragen, dass die Kinder den Spaß am Lernen behalten. „Eine gute Grundausstattung ist der erste Schritt dazu.“

Die Stadt Salzgitter freut sich sehr über die Aktion, sagt deren Kinder- und Jugendbeauftragte Sylvia Fiedler. „Kinder und Familien haben - bei einer ohnehin hohen Sozialleistungsquote - unter den Folgen der Corona-Pandemie außerordentlich gelitten. Besonders schlimm traf es Familien, wenn das kleine Einkommen wegen Kurzarbeit oder Kündigung noch geschmälert wurde oder wegfiel.“ Familienarmut bedeute auch Kinderarmut, davor dürfe niemand die Augen verschließen.

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Soziale Sicherheit und Bildungsgerechtigkeit für Kinder sollten in einer der reichsten Industrienationen der Welt eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Die Realität sieht aber seit vielen Jahren anders aus. In Deutschland wächst jedes fünfte Kind in Armut auf und vielfach entscheidet der Geldbeutel der Eltern über die Bildungschancen. Vielen Kindern fehlt es an elementaren Dingen wie einem Schulranzen oder einem Federmäppchen.

In diesem Punkt hilft das Deutsche Kinderhilfswerk nach eigenen Worten nicht nur durch Unterstützung von Projekten und Initiativen, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben, sondern auch durch unbürokratische Hilfe. Dabei wurden bisher mehr als 24.000 Schulranzen im Wert von mehr als vier Millionen Euro an Kinder in ganz Deutschland verteilt.

Von Roland Weiterer

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