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Viele Kinder belastet

AWO in Salzgitter will helfen: Schluss mit der Sucht

Ein ernstes Problem: Schätzungsweise jedes sechste Kind in Deutschland wächst in einer suchtbelasteten Familie auf.

Ein ernstes Problem: Schätzungsweise jedes sechste Kind in Deutschland wächst in einer suchtbelasteten Familie auf.

Salzgitter. Mit der COA-Aktionswoche sollen deutschlandweit Kinder aus suchtbelasteten Familien vom 13. bis 19 Februar in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. COA steht dabei für Children of Alcoholics oder Children of Addicts. Die AWO-Salto Suchthilfe in Salzgitter lädt zu einer Onlineveranstaltung am Mittwoch, 16. Februar, von 16.30 bis 18.30 Uhr ein, in der es auf Grundlage des Spielfilms „Zoey“ um Anregungen zum Umgang mit Kindern aus suchtbelasteten Familien geht, zudem soll Raum für einen Erfahrungsaustausch gegeben werden.

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Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sozialer Arbeitsfelder sowie an Interessierte. Um eine Anmeldung per Email bis Montag, 14. Februar, an die Adresse anna.pahl@awo-bs.de wird gebeten. Der Hintergrund: Schätzungsweise jedes sechste Kind in Deutschland wächst in einer suchtbelasteten Familie auf. Etwa ein Drittel von ihnen entwickelt selbst eine stoffliche Sucht, ein weiteres Drittel leidet unter psychischen oder sozialen Störungen. Die pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen, die häusliche Isolation und das erhöhte familiäre Stresslevel verschlechtern die Situation dieser jungen Menschen aktuell weiter.

Da diese Kinder zu einer weitgehend unterrepräsentierten Gruppe in der Öffentlichkeit und in den Medien zählen, möchte die AWO-Salto Suchthilfe die Möglichkeit der COA-Aktionswoche nutzen, um auf die Kinder suchtkranker Eltern aufmerksam zu machen. Denn diese Kinder sind auch extrem widerstandsfähig, haben vielfältige Begabungen und Kompetenzen und können mit der richtigen Unterstützung gesunde, lebenstüchtige Erwachsene werden.

Gudrun Siebert, stellvertretende Einrichtungsleitung der AWO-Salto Suchthilfe, beschreibt die besondere Rolle anderer Bezugspersonen für Kinder aus suchtbelasteten Familien: „Es ist wirklich wichtig, dass diese Kinder die Unterstützung zum Beispiel von anderen Familienmitgliedern wie Tante und Onkel, Freunden der Familie oder auch von Lehrkräften und Pädagogen erhalten. Diese Bezugspersonen geben ihnen die Möglichkeit, von nicht konsumierenden Rollenvorbildern und deren psychischer Beständigkeit zu lernen. Auf diese Weise haben die Kinder suchtkranker Eltern bessere Voraussetzungen, um ein selbst bestimmtes und langfristig suchtfreies Leben zu führen.“

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Initiiert durch die NACOA Deutschland und den Verein Such(t)- und Wendepunkt findet jedes Jahr rund um den Valentinstag die COA-Aktionswoche statt. Gemeinsam mit Vereinen und Einrichtungen aus ganz Deutschland gibt es Informationsveranstaltungen, kulturelle Angebote und Aktionen statt, um auf die Kinder von Suchtkranken aufmerksam zu machen.

Von Roland Weiterer

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