Vier Kirchen, eine Friedhofskapelle

Ausflug in die Nachkriegsmoderne in Braunschweig und Salzgitter

Nachkriegsmoderne: Die Heilige Dreifaltigkeit in Salzgitter-Bad steht auf dem Tourplan am 8. Oktober.

Nachkriegsmoderne: Die Heilige Dreifaltigkeit in Salzgitter-Bad steht auf dem Tourplan am 8. Oktober.

Salzgitter. Die Arbeitsgruppe Heimatpfleger und die Initiative „ACHTUNG modern!“ – beide in Trägerschaft der Braunschweigischen Landschaft – laden für Samstag, 8. Oktober, zu einer Kirchentour ein. Unter der Leitung des Denkmalpflegers Christoph Lücke sind etwa einstündige Führungen in vier Kirchen der Nachkriegsmoderne sowie einer Friedhofskapelle geplant.

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Die Kirchentour beginnt um 9 Uhr in Braunschweig am „Schwarzen Berg“, ein Viertel, das ab 1964 planmäßig als Satellitenstadtteil ausgebaut wurde und bis heute wesentlich von der Architektur dieser Zeit geprägt ist. Dort steht die Christuskirche auf dem Programm. Sie wurde als Teil des Stadtteils zusammen mit einem Gemeindezentrum errichtet.

Zweite Station ist gegen 10.45 Uhr die Martin-Luther-Kirche ist Salzgitter-Bad. Diese wurde Ende der 1960er Jahre im Stil des Brutalismus am Rande der „Ost-Siedlung“ (einer Siedlung aus der Zeit der nationalsozialistischen Terrorherrschaft) errichtet, als Kontrast zu der bestehenden Bebauung. Im Anschluss geht es zur Heiligen Dreifaltigkeit (12 Uhr) ebenfalls in Salzgitter-Bad. Die Kirche wurde etwa zur selben Zeit vom selben Architekten und denselben Künstlern geschaffen wie die Martin-Luther-Kirche. Die Gestaltung ist aber gänzlich anders.

Auf dem Weg zur letzten Besichtigung gibt es einen kurzen Zwischenstopp für einen 30-minütigen Sapziergang auf dem Waldfriedhof in Salzgitter-Bad (13.30 Uhr). Dort steht eine kleine Friedhofskapelle, die ebenfalls Ende der 1960er Jahre gebaut wurde, in diesem Fall aber in sehr organischen Formen. Zum Abschluss der Tour liegt das Ziel in Gebhardshagen, Ankunft dort gegen 14.30 Uhr. Die Heilig-Kreuz-Kirche stammt aus den frühen 1960er Jahren und wurde ähnlich wie die Martin-Luther-Kirche in eine Siedlung aus den 1930er/40er Jahren gebaut. Sie hat wieder einen ganz anderen Charakter als die anderen Kirchen, bildet aber auch einen Kontrast zu der Architektur des „Dritten Reiches“ in der Umgebung.

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Alle vorgestellten Objekt sind Bestandteil der im Herbst erscheinenden Publikation „60 70 80 Architektur der Moderne“ (Hrsg. Braunschweigische Landschaft). Die Fahrten müssen selbst organisiert werden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung zur gesamten oder auch zu einzelnen Stationen der Kirchentour ist aus organisatorischen Gründen zwingend erforderlich und möglich bis Donnerstag, 6. Oktober (spätestens 12 Uhr) bei der Geschäftsstelle der Braunschweigischen Landschaft per Email an info@braunschweigischelandschaft.de.

Von Roland Weiterer

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