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Schoduvel

Aktion: „Pflegekräfte und die Kammer des Schreckens“

Simona (v.r.) und ihr Vater Otto Netz sind gelernte Krankenschwester beziehungsweise -pfleger, Pia Häßler Altenpflegerin. Sie alle nehmen an der Aktion teil.

Simona (v.r.) und ihr Vater Otto Netz sind gelernte Krankenschwester beziehungsweise -pfleger, Pia Häßler Altenpflegerin. Sie alle nehmen an der Aktion teil.

Kreis Peine.Die Einführung der neuen Pflegekammer in Niedersachsen hat für viel Protest gesorgt. Nun wollen Pflegekräfte in der Region einen originellen Weg gehen, um ihre Meinung kund zu tun: Sie beteiligen sich am Sonntag, 3. März, am Braunschweiger Karnevalsumzug "Schoduvel", der jedes Jahr auf breites öffentliches Interesse stößt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, weitere "Mitläufer" können sich noch melden.

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Schon mehr als 100 Zusagen

„Ich bin gar nicht grundsätzlich gegen die Einrichtung einer Pflegekammer, aber die bisherige Umsetzung und Zielsetzung geht an der Realität vorbei“, kritisiert Krankenschwester Imke Wehrspaun, die bei der Sozialstation in Lengede des Paritätischen Peine beschäftigt ist und sich an der Aktion unter dem Motto „Pflegekräfte und die Kammer des Schreckens“ beteiligt. Sie ist übers Internet darauf aufmerksam geworden.

Am Wochenende haben viele Dienst

Sie weiß von weiteren Mitstreitern aus dem Peiner Land, aber auch aus den umliegenden Regionen wie Helmstedt, Braunschweig und Wolfenbüttel, die Interesse bekundet haben. Insgesamt gebe es bereits mehr als 100 Zusagen. „Das ist eine tolle Resonanz. Wir kennen uns ja gar nicht, und auch am Wochenende haben viele Pflegekräfte Dienst“, macht sie deutlich. Man rechne auch damit, dass letztlich nicht alle dabei sein können, die zunächst zugesagt haben. „Spontane Vertretungen sind in unseren Berufen an der Tagesordnung“, sagt Wehrspaun.

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Betroffene fühlen sich gefangen

Verkleiden wollen sich die Pflegekräfte mit Sträflingsanzügen. „So wollen wir deutlich machen, dass wir uns in dem neu geschaffenen System mit Zwangsbeiträgen für alle, die irgendwann einmal Kranken- oder Altenpflege gelernt haben, gefangen fühlen“, erklärt sie. Um ihre Kostüme kümmern sich alle selbst, bereits gekauft wurden „Kamelle“ im Wert von 500 Euro. Dafür hätten sich Sponsoren gefunden.

Initiatorin ist Simona Netz aus Helmstedt. Sie hat unter anderem über soziale Netzwerke wie Facebook nach Mitstreitern gesucht. „Wir möchten die Gelegenheit nutzen und auf humorvolle Art und Weise unseren Unmut über die Pflegekammer Niedersachsen bekunden und diese auf die Schippe nehmen“, begründet sie ihre Idee.

Weitere Interessenten können sich per Mail bei Wehrspaun (wehrspaunimke@ggmail.com) beziehungsweise Simona Netz (Simona.Netz@gmx.de) melden.

Von Kerstin Wosnitza

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