Stadtfest

Peiner Eulenmarkt soll auch in diesem Jahr stattfinden

Die Teilnehmer am Runden Tisch zur Rettung des Peiner Eulenmarktes.

Die Teilnehmer am Runden Tisch zur Rettung des Peiner Eulenmarktes.

Peine. Das traditionsreiche Stadtfest stand eigentlich vor dem Aus – mit dem Hinweis auf gestiegene Kosten und rückläufige Besucherzahlen hatte Peine Marketing als Organisatorin die Veranstaltung abgesagt. Der Aufschrei in der Bevölkerung war groß (PAZ berichtete). Jetzt die Rolle rückwärts.

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Mit einem leicht abgeänderten Konzept soll das Stadtfest zum traditionellen Termin am zweiten September-Wochenende gefeiert werden. 2019 legt der Eulenmarkt dann eine Pause ein, weil in Peine ein regionales Musikfest stattfindet – und 2020 soll es dann ein völlig überarbeitetes Stadtfest geben. Knapp drei Stunden hatten rund 30 Personen aus den Bereichen Politik, Peine Marketing samt Sponsorenbeirat, Kaufmannschaft und Bürgerschaft zusammengesessen und über die Zukunft des Stadtfestes gesprochen. „Der Appell der Peiner Bevölkerung ist bei allen Beteiligten angekommen“, so Bürgermeister Saemann. Der Tenor: Das Stadtfest soll erhalten bleiben.

Und das geht anscheinend nur mit mehr Geld. Die Stadt und die Sponsoren haben nun ihre Bereitschaft erklärt, sich an der Finanzierung des Stadtfestes stärker zu beteiligen. „Ich bin sehr dankbar über diese Zusage von Seiten der Politik und den Sponsoren“, sagte Thomas Severin, Geschäftsführer von Peine Marketing. „Mir war die Absage dieses Traditionsfestes sehr schwergefallen. Finanzielle Gründe ließen mir zum damaligen Zeitpunkt aber leider keine andere Wahl.“

In den kommenden Wochen werde nun das Konzept für den Eulenmarkt 2018 erarbeitet, spätestens Mitte Mai soll damit an die Öffentlichkeit gegangen werden. 2020 soll das Stadtfest dann in einer völlig überarbeiteten Form stattfinden. Mehr Regionalität, mehr Jugend seien dabei erste Ideen. Der Kern solle jedoch erhalten bleiben: Ein Fest der Begegnung mit ganz viel Musik.

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Die Debatte um den Eulenmarkt

Gestiegene Kosten für Sicherheitsauflagen, GEMA-Gebühren und den Brandschutz sowie rückläufige Besucherzahlen: So hatte Thomas Severin, Geschäftsführer von Peine Marketing, am 14. März das Aus für den Eulenmarkt begründet. Politik, Kaufmannschaft, Gastronomie und auch viele Bürger zeigten sich geschockt von diesem Schritt und forderten eine Debatte über die Weiterführung des Stadtfestes.

Massive Kritik gab es vor allem vom Gaststättenverband Dehoga. So bemängelte Torsten Kowohl, Vorsitzender der Dehoga-Kreisverbandes Peine, dass es kein Gespräch zwischen Peine Marketing als Organisatorin des Stadtfestes und den betroffenen Wirten gegeben habe. Er sprach in diesem Zusammenhang auch von einer „einsamen Entscheidung“ seitens Peine Marketing.

Die Wirte hätten seit Jahren bereits eine Neuausrichtung des Eulenmarktes gefordert – geschehen sei nichts. Die Dehoga-Mitglieder warfen Peine Marketing deshalb auch einen Mangel an Kreativität vor.

Diesen Vorwurf wies Geschäftsführer Severin von sich: „Es fehlt nicht an Ideen, die sind da. Es fehlten die Mittel zur Umsetzung.“ Angedachte Konzepte seien immer an den Kosten gescheitert.

Von Tobias Mull

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