Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Ultras stürmen Enno

Zug-Überfall in Dedenhausen: Bundespolizei sucht nach Zeugen

Symbolbild: Die Täter stürmten einen Enno-Zug, der in Dedenhausen hielt.

Symbolbild: Die Täter stürmten einen Enno-Zug, der in Dedenhausen hielt.

Dedenhausen. Bereits Ende Oktober musste eine Hundertschaft der Landes- und Bundespolizei zum Bahnhof Dedenhausen ausrücken. Dort hatten etwa 50 vermummte Ultras im gelb-schwarzen Outfit einen Enno überfallen, in dem Fans des VfL Wolfsburg saßen. Es gab mehrere Verletzte. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Vorfall dauerte keine zehn Minuten

Am 27. Oktober um 23.40 Uhr wurden die Beamten alarmiert, ein Zugschaffner meldete den Überfall. Bis die 62 Beamten der Bundes- und weitere 64 der Landespolizei aus Hannover in Dedenhausen ankamen, waren die Täter in Privatfahrzeugen wieder verschwunden: Weniger als zehn Minuten habe der Vorfall im Zug gedauert. „Mehrere VfL-Fans hatten blutende Wunden im Gesicht oder an den Händen“, so ein Polizeisprecher.

Fahndungsmaßnahmen verliefen bislang ohne Ergebnis

Die Art der Verletzungen entstand wahrscheinlich durch körperliche Gewalt, wobei auch Gegenstände oder Waffen zum Einsatz gekommen sein könnten. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen und Kontrollen der Polizei verliefen ohne Ergebnis. Diverse Gegenstände konnten sichergestellt werden, darunter gelbe T-Shirts, schwarze Sturmkappen und Dokumente. Diese sind auch Gegenstand der laufenden Ermittlungen und könnten als Beweismittel in Betracht kommen, wie ein Sprecher der Bundespolizei-Inspektion Hannover erklärt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz

Der Zug kam schließlich mit rund einer Stunde Verspätung in Wolfsburg an – begleitet von Polizisten. Die hatten läuten hören, dass sich sowohl die Dortmunder als auch Wolfsburger Ultras auf dem Weg zum Hauptbahnhof gemacht hätten. Sogar ein Polizeihubschrauber wurde eingesetzt, um eine weitere, noch größere Konfrontation zu verhindern – tatsächlich blieb es in Wolfsburg aber ruhig.

Polizei sucht nach Zeugen

Jetzt sucht die Bundespolizei nach Zeugen, insbesondere Mitreisende im Zug, die sachdienliche Hinweise geben können. Von Bedeutung seien auch die Kennzeichen der Fluchtautos: Handelte es sich um regionale Kennzeichen oder kamen die Fahrzeuge von außerhalb? Wichtig sei zudem, ob Zeugen unmittelbar vor der Tat oder möglicherweise länger davor an Tankstellen, Schnellrestaurants oder Geschäften auffallend viele fremde Personen gesehen haben – und ob Anwohner oder Reisende gesehen haben, dass in Tatortnähe Gegenstände deponiert wurden. Hinweise nimmt die Bundespolizei-Inspektion Hannover unter Telefon 0511/303650 entgegen.

Von Andrea Müller-Kudelka und Dennis Nobbe

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.