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Unfälle vermeiden

Wasserstraßenamt warnt: Baden im Mittellandkanal birgt große Gefahren

Der Mittellandkanal in Peine: Wer in dem Wasser baden oder darauf Boot fahren möchte, muss einige Regeln beachten.

Der Mittellandkanal in Peine: Wer in dem Wasser baden oder darauf Boot fahren möchte, muss einige Regeln beachten.

Kreis Peine. Nach dem kühlen Mai herrscht nun endlich sommerliches Badewetter – doch nicht überall sollte man ins kühle Nass springen oder Boot fahren. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mittellandkanal/Elbe-Seitenkanal warnt: Der Mittellandkanal mit seinen Stichkanälen im Kreis Peine sind Bundeswasserstraßen und keine ruhigen Badegewässer. Hier könnten sich schwere oder gar tödliche Unfälle ereignen, da viele Menschen die Gefahren nicht erkennen würden.

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Deshalb gibt das Amt folgende Hinweise: Von allen Nutzern der Wasserstraßen sowie auch von Fahrzeugen ohne Kennzeichnungs- und Führerscheinpflicht sind die Regelungen der Binnenschifffahrtsstraßenordnung zu beachten. Jeder, der sich auf einer Wasserstraße bewegt, hat sich so zu verhalten, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert oder gefährdet werden.

Bußgelder bis 200 Euro können fällig werden

Im gesamten Schleusenbereich einschließlich der Schleusenvorhäfen ist das Baden und Schwimmen verboten. Dies gilt auch im Bereich von Brücken, Liegestellen, Häfen, Pumpwerken und Wehren, jeweils 100 Meter in beiden Richtungen ober- und unterhalb. Bei Nichtbeachtung des Badeverbots können Bußgelder bis zu 200 Euro fällig werden. In besonders schweren Fällen droht sogar eine Strafverfolgung wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr.

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Außerdem warnt das Amt: Durch Schleusungsvorgänge oder nahende beziehungsweise vorbeifahrende Schiffe entstünden Strömungen, die selbst geübte Schwimmer oder „Paddler“ nicht bewältigen könnten. Das Springen von Brücken stelle eine große Gefahr dar und ist daher streng verboten.

Binnenschiffer können Schwimmer leicht übersehen

Ein Binnenschiffer steuere sein Schiff vom Heck aus, er habe also eine Schiffslänge von über 100 Metern vor sich. Dadurch entstehe ein toter Winkel von mehreren 100 Metern vor dem Schiff. Einen Schwimmer in dieser Entfernung könne ein Binnenschiffer nicht erkennen oder wahrnehmen. Das Treibenlassen von Booten oder Flößen stelle zudem eine weitere Gefahr für sich und andere dar. Die Fahrzeuge könnten nicht, wie geboten, sicher manövrieren oder ausweichen. Außerdem weist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt darauf hin, dass auch auf dem Wasser die Grenze von 0,5 Promille für alle Verkehrsteilnehmer gilt.

Von der Redaktion

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