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Gewaltverbrechen

Tödlicher Raubüberfall auf Peiner Seniorin: Wer hat etwas gesehen?

Tödlicher Überfall in der Peiner Bodenstedtstraße: Ein älteres Paar wird brutal überfallen, die Frau stirbt.

Tödlicher Überfall in der Peiner Bodenstedtstraße: Ein älteres Paar wird brutal überfallen, die Frau stirbt.

Peine. Die Trauer sitzt tief über das schreckliche Gewaltverbrechen in Peine: Nach dem tödlichen Überfall auf eine 83-jährige Frau an der Bodenstedtstraße am Dienstagnachmittag haben mitfühlende Peiner Bürger Blumen und ein Trauerkerze in den Schnee vor dem Haus gesteckt. Parallel sicherten am Mittwochmorgen Ermittler der Polizei am Tatort Spuren und Beweismittel.

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„Diese müssen jetzt ausgewertet werden“, sagt Polizeisprecher Matthias Pintak. Der Zentrale Kriminaldienst in Salzgitter ermittele auf Hochtouren. Nach derzeitigen Erkenntnissen haben zwei Männer am Dienstagnachmittag um 16.25 Uhr an der Tür der Wohnung in der Peiner Innenstadt geklingelt und nach dem Öffnen der Tür brutal auf das Paar eingeschlagen. Als der 87-jährige Mann ahnungslos die Tür öffnete, griffen die Täter sofort den Senior an. Mit schweren Verletzungen ging der völlig überrumpelte Mann zu Boden.

Gelbe Blumen und eine Trauerkerze wurden vor der Wohnung abgestellt.

Gelbe Blumen und eine Trauerkerze wurden vor der Wohnung abgestellt.

Die Angreifer attackierten dann auch die Frau (83) und prügelten sie zu Tode. Unklar ist, ob dies mit einem Gegenstand oder mit den Fäusten geschah. Die Seniorin starb später an ihren massiven Verletzungen, wie die Polizei mitteilt. Ihr Mann wurde ebenfalls schwer verletzt und musste ins Klinikum gebracht werden. Die Polizei fahndet nach den Tätern und ermittelt, ob aus der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus etwas gestohlen wurde – auch das steht noch nicht fest.

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Motiv ist noch unklar

Bisher sind Tatverlauf und Motiv noch unklar. „Wir müssen uns zunächst ein besseres Bild von der Situation machen“, beschreibt Pintak den Stand der Ermittlungen. Der 87-jährige Mann sei wegen der schweren Verletzungen nur teilweise vernehmungsfähig. Seltsam ist, dass der Überfall am helllichten Tag stattgefunden hat, und die Flucht wegen des vielen Schnees sowie der vereisten Straßen extrem schwierig war. Dazu sagt der Polizeisprecher: „Ja, eigentlich versuchen die Täter immer, sehr schnell und unerkannt vom Tatort wegzukommen. Das war hier nicht so leicht.“

Deswegen hofft Pintak, dass es Zeugen gibt, die etwas Verdächtiges am Dienstagnachmittag rund um die Bodenstedtstraße gesehen haben. „Eventuell sind Flüchtige aufgefallen. Es kann aber auch ein auffälliges Auto sein, das vorbeigefahren ist oder eine andere Kleinigkeit, die vielleicht jemanden stutzig gemacht hat. Wir bitten dringend um Hinweise von Zeugen unter Telefon (0 53 41) 1 89 70.“

Das ältere Ehepaar, das Opfer des Überfalls wurde, hat seit Jahrzehnten in der Wohnung im Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses an der Bodenstedtstraße – nahe dem Pulverturmwall – gelebt. „Sie waren sehr nett und freundlich, und wir haben uns immer gegrüßt“, sagt ein Nachbar, der namentlich nicht genannt werden möchte. Er findet es grausam, was passiert ist, hat aber selbst nichts Auffälliges wahrgenommen.

Von Thomas Kröger

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