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Zwölf Jahre vermisst

Suche nach Georgine Krüger: Neue Hinweise durch "Aktenzeichen XY"?

„Aktenzeichen XY“: Mutter Vesna Krüger (54, rechts) und Michelle (18) waren live zu Gast im Studio.

„Aktenzeichen XY“: Mutter Vesna Krüger (54, rechts) und Michelle (18) waren live zu Gast im Studio.

Peine/Berlin. Im März 2018 ging nach Jahren der Stille ein Hinweis bei der Polizei Berlin ein – ein Anrufer meldete, dass die Leiche des Mädchens im Brieselanger Wald in Brandenburg zu finden sei. Doch die Suche der Polizei war auch dort erfolglos. Die Beamten beschlossen dann Ende August, die Aufzeichnung des anonymen Anrufes im Internet zu veröffentlichen.

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Mehrere Medien berichteten darüber und weckten so die Aufmerksamkeit des Peiner Zahnarztes Dr. Hermann Aumüller, denn die vermisste Georgine Krüger war damals seine Patientin. „Ich kann mich noch gut an sie erinnern, im Frühjahr vor ihrem Verschwinden war sie zuletzt in meiner Praxis“, sagt er gegenüber der PAZ.

Nach dem mysteriösen Verschwinden des Mädchens habe es damals viele Such-Plakate in der Innenstadt gegeben, so der Zahnarzt weiter im Gespräch mit der PAZ.

Rekonstruktion: So sah die Vermisste zum Zeitpunkt ihres Verschwindens aus.

Rekonstruktion: So sah die Vermisste zum Zeitpunkt ihres Verschwindens aus.

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Ermittelt wurde ebenfalls in der Fuhsestadt. „Aus dem Peiner Umfeld erfolgten Hinweise, denen nachgegangen wurde, ohne dass die Ermittlungen dadurch vorangetrieben werden konnten“, erklärt Carsten Müller von der Berliner Polizei.

Auch deshalb hatten sich die Beamten dazu entschieden, in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ noch einmal die große Öffentlichkeit um Aufmerksamkeit zu bitten. In einem kurzen Film wurde zunächst der Zeitpunkt des Verschwindens nachgestellt. Im Studio selbst kamen dann auch die Mutter Vesna Krüger (54) und die jüngere Schwester Michelle (18) zu Wort. „Ich glaube fest daran, dass sie noch lebt. Das Gefühl ist irgendwo“, sagte die Mutter der Vermissten.

Die Polizei geht davon aus, dass Georgine Krüger nicht freiwillig verschwunden ist, unterstrich ein ermittelnder Beamter in der Sendung. So habe sich das Mädchen zum Beispiel sehr für Tanz und Schauspielerei interessiert und war seit August 2006 in einer Casting-Agentur gelistet.

Wird vermisst: Georgine Krüger.

Wird vermisst: Georgine Krüger.

Am Freitag vor ihrem Verschwinden habe sie die Zusage für eine kleine Filmrolle in der Serie „Türkisch für Anfänger“ erhalten und sollte diese telefonisch am Montag bestätigen. Dazu sei es jedoch nicht mehr gekommen. Aber dass sie sich diese Chance hätte entgehen lassen, daran glaubt niemand.

Die anonyme Sprachnachricht kann abgehört werden unter www.zdf.de/gesellschaft/aktenzeichen-xy-ungeloest/anonymer-anrufer-102.html. Hinweise zum Aufenthaltsort oder zum anonymen Anrufer erbittet die Polizei Berlin unter Telefon 030/4664911666.

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Das mysteriöse Verschwinden von Georgine Krüger

Georgine Krüger wurde am 25. September 2006 in Berlin-Moabit als vermisst gemeldet. Sie hatte nach dem Besuch der Wartburgschule, damals eine Grundschule mit angeschlossener Sekundarstufe I für sonderpädagogischem Förderbedarf, den üblichen Bus der Linie M27 benutzt und war wie üblich an der Perleberger Straße Ecke Rathenower Straße ausgestiegen, dies belegen Zeugenaussagen.

Was jedoch danach mit dem Mädchen geschah, bleibt unklar. Der Weg zur Wohnung in der Stendaler Straße betrug nur etwa 200 Meter – eine Strecke, die zur Mittagszeit äußerst belebt ist. Nachweisbar war, dass das Handy des Mädchens um 14.04 Uhr einen Anruf seiner Großmutter erhielt, dieser war jedoch nicht angenommen worden. Um 14.06 Uhr wurde das Handy abgeschaltet – und seitdem bestand kein Empfang mehr.

Zum Zeitpunkt des Verschwindens war Georgine etwa 1,65 Meter groß, schlank und hatte glatte, lange, braune Haare. Sie trug eine helle Jeans mit auffälligen Bleichflecken auf der Vorderseite und einen rosafarbenen Kapuzenpullover, darunter ein hellblaues Top mit Aufschrift und dazu braune Halbstiefel. Als Schultasche hatte sie eine pinkfarbene Schultertasche mit einem chinesischen Schriftzeichen auf der Oberseite dabei. Auffällig waren ihre pyramidenförmige Hängeohrringe.

Von der Redaktion

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