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Untersuchung

Stark erhöhte Nitratwerte in Peiner Brunnenwasser

Harald Gülzow beim Gespräch mit einem Brunnennutzer.

Harald Gülzow beim Gespräch mit einem Brunnennutzer.

Kreis Peine. „Das Wasser ist wegen der Überschreitung der Grenzwerte nicht mehr zum Trinken geeignet“, sagt Projektleiter Harald Gülzow, der zusammen mit Lina Remme, Mitarbeiterin im Bundesfreiwilligendienst, die Proben am 6. Juni in Peine entgegen genommen hatte (PAZ berichtete).

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„Ein Grund für die hohen Belastungen mit Nitrat ist die intensive Landwirtschaft“, erneuert Gülzow seine Kritik aus dem vergangenen Jahr. Nitrat ist eine Verbindung aus den Elementen Stickstoff und Sauerstoff und kommt natürlicherweise im Boden vor. Es gilt allgemein als nicht gefährlich, Bakterien können Nitrat allerdings in Nitrit umwandeln, das wiederum als krebserregend gilt.

Mit 285 Milligramm Nitrat pro Liter wurde der höchste Wert in einer Probe eines privat genutzten Brunnens in Stederdorf gemessen. Weitere mit Nitraten stark verschmutzten Brunnen stellten die Umweltschützer in Klein Odesse mit 115 Milligramm pro Liter (mg/l), in Eixe mit 114 mg/l und in Vöhrum mit 93 mg/l fest.

Henties: Landwirtschaft nicht an Pranger stellen

Die PAZ fragte Peines Kreislandwirt Wilfried Henties, was er zu den neuerlichen Ergebnissen und Vorwürfen des Vereins sagt. „Ich finde es nicht richtig, dass die Landwirtschaft hier pauschal an den Pranger gestellt wird“, erklärt Henties. „Die aktuelle Kooperation zahlreicher Landwirte mit dem Wasserverband Peine zeigt beispielsweise, dass auch wir natürlich Landwirtschaft und Trinkwassergewinnung noch besser in Einklang bringen wollen.“

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Er setze dabei jedoch nicht auf einseitige Schuldzuweisungen, sondern eine seriöse Zusammenarbeit und gemeinsame Ursachenforschung. „Man sollte hier kein Geschäft mit der Angst machen“, so Henties abschließend.

Von Tobias Mull

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