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Corvid-19

Schutzmasken selbst herstellen: Hilfsaktion „Das Peiner Land näht“ startet

Nähfans werden aufgerufen, zu Hause Schutzmasken anzufertigen.

Nähfans werden aufgerufen, zu Hause Schutzmasken anzufertigen.

Kreis Peine. Mit Blick auf die Corona-Pandemie ist Schutzbekleidung für medizinische wie auch nicht-medizinische Fachkräfte ein wichtiges Thema. Auch selbst genähte Schutzmasken sind eine Hilfe und bedeuten Unterstützung. Nun wird zu einer Näh-Aktion aufgerufen.

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Idee stammt von Ärzteschaft

„Es wäre schön, wenn sich Freiwillige zum Beispiel in den Kirchengemeinden daran beteiligen könnten, solche Schutzmasken an ihren Nähmaschinen zu Hause herzustellen. Dazu haben wir eine Herstellungsanleitung von zwei Masken-Typen auf der Homepage des Landkreises Peine bereitgestellt“, erklärt Kreis-Sozialdezernentin Professor Dr. Andrea Friedrich und ruft gemeinsam mit der Peiner Ärzteschaft sowie den Kirchengemeinden im Landkreis Peine zur Aktion „Das Peiner Land näht“ auf. Es gibt verschiedene Arten von Masken, welche Herstellungsanleitung gewählt werde, hänge von den Möglichkeiten ab, die zu Hause gegeben sind.

„Wir wollen mit dieser Aktion mit gutem Beispiel vorangehen, denn wir sind der Meinung, dass wir diese Krise nur gemeinsam bewältigen können“, berichtet Dr. Renate Schlegel von der Peiner Ärzteschaft. Dort war die Idee zu der Aktion am vergangenen Wochenende entstanden.

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Krisenstab organisiert die Verteilung

Fertige Masken können verpackt bei den Pfarrhäusern oder Gemeindehäusern vor Ort abgegeben werden. Von dort werden die Pakete zur Superintendentur nach Peine, Luisenstraße 15 (Eingang Windmühlenwall), transportiert. Der Krisenstab des Landkreises organisiert dann die weitere Verteilung, je nachdem, wo dringende Bedarfe gemeldet werden.

„Es wäre schön, wenn sich möglichst viele Menschen finden und nach der Anleitung die heimische Nähmaschine nutzen. Lassen Sie uns gemeinsam helfen und all diejenigen unterstützen, die diese Masken dringend benötigen“, ruft Superintendent Dr. Volker Menke auf.

Anleitung gibt es online

Die Anleitung für die Herstellung solcher Masken ist unter www.landkreis-peine.de/Aktuelles-Bürgerservice/Coronaviren zu finden. Sie stammt vom Deutschen Hausärzteverband Niedersachsen, der aufgrund der Knappheit von Schutzkleidung als Hilfe zur Selbsthilfe seinen Mitgliedern in einem Rundbrief diese Nähanleitung geschickt hat. Der selbst genähte Mundschutz sei weder geprüft noch zertifiziert und stelle lediglich ein Hilfsmittel dar, hieß es allerdings.

Der Virologe Professor Christian Drosden, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin und anerkannter Spezialist, hält es durchaus für sinnvoll, in der Öffentlichkeit solche Masken zu tragen. Sie seien zwar weniger als Eigenschutz geeignet, wohl aber als Fremdschutz: Sie könnten sehr wohl dazu beitragen, dass man niemanden unbewusst ansteckt, sollte man selbst infiziert sein, ohne es zu wissen. Drosden spricht von einer „Höflichkeitsgeste“, die er sehr befürwortet.

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Von Kerstin Wosnitza

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