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Kommentar

Lebensmittelskandale: Wem kann man noch vertrauen?

Lebensmittelskandale: Wem kann man noch vertrauen?

Lebensmittelskandale: Wem kann man noch vertrauen?

Peine.Fipronil, Gammelfleisch, BSE, Antibiotikarückstände, Dioxinbelastung, Salmonellen und nun Listerien. Kommt das Fleisch wenigstens einigermaßen gesund und genießbar aus dem Stall, heißt es also noch lange nicht, dass es unbedenklich ist. Vor dem Hintergrund des Listerien-Skandals um Wursthersteller „Wilke“ schaut man sich jetzt wohl noch genauer an, was da vor einem auf dem Tisch liegt. Unweigerlich stellt sich die Frage: Wem kann man noch vertrauen?

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Augenscheinlich greift die „Geiz-ist-Geil“-Mentalität bei uns, den Verbrauchern immer weiter um sich. Und so sind es letztlich wir alle, die eine Lebensmittelindustrie hervorbringen, die für ihren Profit sogar Menschenleben aufs Spiel setzt. Alles soll immer verfügbar sein und natürlich so günstig wie möglich im Supermarktregal stehen. Also müssen Hersteller immer schneller produzieren und gleichzeitig ihre Kosten senken. Für Hygiene bleibt nicht mehr genügend Zeit.

Und dann hat es auch noch den Anschein, dass die Behörden seit August vom Listerienverdacht in der „Wilke“-Wurst wissen. Weiterproduzieren durfte das Unternehmen dennoch. Sieht so die Welt aus, in der wir leben wollen? Garantiert nicht, und so ist einmal mehr die Politik gefragt, endlich zu handeln. Aber auch wir müssen uns fragen, ob uns Billiges am Ende nicht viel zu teuer stehen kommt.

Von Kathrin Bolte

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