Tote Kröten bei Duttenstedt

Generalstaatsanwaltschaft weist Beschwerde zurück

Eine Kröte fällt in einem Eimer, mit dem sie bei der Wanderung üb er die Straße getragen wird. Einige ihrer Artgenossen sind im letzten Jahr tot in einem Eimer gefunden worden.

Eine Kröte fällt in einem Eimer, mit dem sie bei der Wanderung üb er die Straße getragen wird. Einige ihrer Artgenossen sind im letzten Jahr tot in einem Eimer gefunden worden.

ArchivPeine. Die Generalstaatsanwaltschaft Celle hat nun endgültig die Beschwerde der Tierrechtsorganisation PETA bezüglich der toten Erdkröten bei Duttenstedt vom vergangenen Jahr zurückgewiesen. Dies teilte nun Oberstaatsanwalt Bernd Kolkmeier auf Nachfrage der PAZ mit.

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PETA hatte gegen Einstellung Beschwerde eingelegt

Die Beschwerde der Organisation gegen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens wegen eines Vergehens gegen das Bundesnaturschutzgesetz habe sich als unbegründet erwiesen, erklärt der Oberstaatsanwalt und führt weiter aus, „dass die betroffenen Erdkröten und Teichfrösche keine streng geschützte Art im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes sind, damit das durch gegebenenfalls unzureichende Schutzmaßnahmen verursachte Verenden der Tiere nicht als Straftat nach § 71 des Bundesnatuschutzgesetzes verfolgt werden kann. Im Hinblick auf den Vorwurf der Tierquälerei gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass der Tod der Tiere zumindest billigend in Kauf genommen wurde. Eine fahrlässige Begehung wäre nicht strafbar.“

30 tote Kröten bei Duttenstedt

Zur Vorgeschichte: Um die Krötenwanderung zu unterstützen, hatte der Landkreis Peine die Firma Biodata aus Braunschweig damit beauftragt, Kröten an den Krötenfangzäunen am Duttenstedter Kiesteich einzusammeln und über den Weg zu tragen. Nach eigenen Angaben hatte damals eine Mitarbeiterin von Biodata am Rand des Kiesteichs etwa 30 tote Kröten gefunden und in einem Eimer aufbewahrt. Ein freiwilliger Helfer der Krötenwanderungen habe diesen Eimer mit den toten und mittlerweile ausgetrockneten Tieren einige Tage später gefunden und die Öffentlichkeit informiert. Daraufhin hatte ein Anwalt der Tierrechtsorganisation PETA Anzeige erstattet.

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Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hatte zwar die Anzeige bestätigt, gleichzeitig aber auch mitgeteilt, dass das Verfahren wegen unzureichender Beweise für eine Straftat nach dem Bundesnaturschutzgesetz eingestellt sei. Begründet wurde dies damit, dass die Erdkröten zwar den Status „besonders geschützte Art“ hätten, eine Straftat wäre allerdings nur gegeben gewesen, wenn es sich bei den Kröten um eine „streng geschützte Art“ gehandelt hätte. Gegen diese Einstellung hatte PETA bei der Generalstaatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt.

Der Landkreis Peine hätte die Möglichkeit, noch ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren gegen die Firma Biodata anzustreben. Da dieser laut Pressesprecher Fabian Laaß noch nicht offiziell über das Ergebnis des Beschwerdeverfahrens informiert wurde, könne er wegen des laufenden Verfahrens keine Auskunft geben.

Von Antje Ehlers

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