Theater

„Das Tagebuch der Anne Frank“ ließ Schüler traurig zurück

Im Forum: Allein auf der Bühne mit großartiger Schauspielkunst verkörperte Mona Mucke das jüdische Mädchen Anne Frank und zitierte aus ihrem Tagebuch.

Im Forum: Allein auf der Bühne mit großartiger Schauspielkunst verkörperte Mona Mucke das jüdische Mädchen Anne Frank und zitierte aus ihrem Tagebuch.

Peine. War schon die vorherige Aufführung gut besucht, nutzten am Dienstag viele Schulklassen der achten und neunten Jahrgänge verschiedener Schulen des Landkreises die Gelegenheit, um mehr über Anne Frank zu erfahren. Schulstoff ist das Tagebuch nicht, allerdings wird natürlich der geschichtliche Hintergrund behandelt.

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Der neunte Jahrgang der Gunzelin-Realschule steht laut Geschichtslehrer Joss Hallmann-Böhm gerade direkt im Thema. Die achte Klasse von Deutschlehrerin Birthe Holthusen am Ratsgymnasium hat sich mit Referaten auf den Theaterbesuch vorbereitet. Sie haben im Anschluss an die Aufführung Peines Stolpersteine „entdeckt“ und werden sich zusätzlich mit der Geschichte von Sally Perel („Ich war Hitlerjunge Salomon“) beschäftigen.

Theaterbesucher von der Inszenierung beeindruckt

Die Theaterbesucher waren von der sehr gelungenen Inszenierung beeindruckt: Schauspielerin Mona Mucke verstand es hervorragend, die Stimmung der Jahre des jüdischen Mädchens im Versteck zu transportieren. „Die Stille ist es, die mich nervös macht“, hatte Anne Frank notiert. Genauso wie sie damals mussten auch die Zuschauer eine gewisse Stille und bedrückende Handlungsunfähigkeit aushalten.

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Dieses gelungene Mittel wurde noch durch Kriegsgeräusche- und bilder unterstrichen und war eindringlicher als jeder Monolog. Zwar versteckt, aber mit Informationen von „draußen“ versorgt, verfluchte Anne Frank ihr Versteck gleichermaßen wie sie es schätzte.

Der Schauspielerin gelang es hervorragend, den Zwiespalt zwischen der stets vorhandenen Angst vor Entdeckung und Deportation, dem Eingesperrtsein und der Enge und auf der anderen Seite die trotz allem kindliche Freude am Leben, am Zusammensein und dem Zusammenhalt innerhalb der kleinen Gemeinschaft im Versteck dem Publikum nahezubringen.

Bei den meisten Zuschauern blieb Wehmütigkeit zurück

Bedrückend das düstere Ende, das so leider noch nicht das Ende war. Kurz vor ihrer Verhaftung durch die Nazis endete Anne Franks Geschichte bei dieser Aufführung. Dem Zuschauer blieb überlassen, wie er sich den Fortgang der Geschichte selbst ausmalte. Bei den meisten blieb Wehmütigkeit zurück.

Von Grit Storz

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