Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Stadtentwicklung

Was wir übers Peiner Lindenquartier wissen – und was nicht

Heute fällt die Entscheidung: Auf dem Areal rund um die Hertie-Brache soll das neue Lindenquartier entstehen.

Heute fällt die Entscheidung: Auf dem Areal rund um die Hertie-Brache soll das neue Lindenquartier entstehen.

Peine.Die heutige Entscheidung ist dabei auch der Schlussstrich unter eine Hängepartie, die beinahe ein Jahrzehnt andauerte. Im Sommer 2009 war das 1974 errichtete Hertie-Kaufhaus geschlossen worden, auch im umliegenden City-Center gab es immer mehr Leerstände. Für 1,2 Millionen Euro kaufte die Stadt im April 2012 die Brache und startete einen Wettbewerb für Investoren. Ende 2014 machte dabei Investor OFB das Rennen, im Dezember 2017 scheiterten allerdings die Verhandlungen. Im Januar 2018 wurden schließlich Gespräche mit der THI-Holding aus Hannover aufgenommen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Größte Fläche für Edeka

Die Verhandlungen zwischen der Stadt als Eigentümerin des Geländes und dem Investor fanden unter strengster Geheimhaltung statt, trotzdem drangen immer wieder Informationen zu dem 40-Millionen-Euro-Projekt nach draußen. Die größte Fläche (14 000 Quadratmeter) des rund 20 000 Quadratmeter großen Geländes soll ein moderner Edeka-Markt belegen, den jetzigen Standort am Friedrich-Ebert-Platz wird der Einzelhändler dann wahrscheinlich aufgeben.

Gastronomie in Lindenstraße

An der nach den aktuellen Lindenquartier-Plänen dann von der Luisenstraße bis zum Gröpern (wieder) durchgehenden Lindenstraße soll es auf der nördlichen Seite dann noch zwei viergeschossige Hauptgebäude geben. Ansiedeln sollen sich dort Geschäfte und Arztpraxen, es sollen aber auch Wohnungen entstehen. Direkt hinter dem jetzigen Blumenladen am Gröpern ist im Verlauf der Lindenstraße ein Gastronomie-Betrieb geplant – im Gespräch ist angeblich ein Szene-Wirt aus Hannover.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Genauere Informationen, auch etwa über die geplanten Geschäfte im neuen Lindenquartier, gibt es noch nicht. Ein Insider erklärte, dass der Investor finale Gespräche mit Interessenten erst führen könne, wenn er Eigentümer des Geländes ist.

Kaufpreis von drei Millionen Euro?

Und genau dieser Verkauf an THI soll heute im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung beschlossen werden. Eine breite Mehrheit gilt als gesichert, bei wichtigen Vorentscheidungen durch den nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss stimmte nach PAZ-Informationen nur Karl-Heinrich Belte von der Peiner Bürgergemeinschaft gegen die Pläne. Der Kaufpreis soll bei etwa drei Millionen Euro liegen.

Die Ratssitzung findet am heutigen Donnerstag, 24. Januar, ab 17 Uhr im Peiner Rathaus statt. Im öffentlichen Teil wird der Investor seine Pläne erstmals der Öffentlichkeit vorstellen, im nicht-öffentlichen Teil wird dann abgestimmt.

Von Tobias Mull

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.