Kirche

Reise ins Jahr 1998: Zeitkapsel in Oberg geöffnet

Pastorin Marion Schmager und Ben mit Teilen des Kapsel-Inhalts: Eine Ausgabe der PAZ und ein Zehn-Mark-Stück.

Pastorin Marion Schmager und Ben mit Teilen des Kapsel-Inhalts: Eine Ausgabe der PAZ und ein Zehn-Mark-Stück.

Oberg. Begleitet wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor unter der Leitung von Gudrun Gadow. Es wurde die „Messe brève“ des französischen Komponisten Léo Delibes gesungen. Dabei wurde der Chor von einem Streichquartett begleitet. Am Ende des Gottesdienstes feierten alle gemeinsam das Abendmahl.

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Im Anschluss lud der Kirchenvorstand zu einem Kirchkaffee ein, in diesem Zusammenhang wurde auch die Zeitkapsel geöffnet. Diese besteht aus einer Kupferhülse, die vor mehr als 20 Jahren bei der letzten Aufarbeitung der Kirchenbekrönung in dieser gelagert wurde. „Da im Moment der gesamte Kirchturm renoviert wird, wird auch die Kirchbekrönung erneut aufgearbeitet“, erklärt Pastorin Marion Schmager. „Daher wurde die Kugel der Bekrönung geöffnet, in dieser befand sich die Hülse.“

D-Mark-Stücke und eine alte PAZ-Ausgabe

Als der Moment der Öffnung gekommen war, fanden sich die rund 50 Gäste im vorderen Bereich der Kirche ein und warteten gespannt, was in der Kapsel zu Vorscheinen kommen würde. Eine große Ehre wurde Ben übertragen: der Neunjährige durfte als jüngster Anwesende helfen, den Inhalt der Hülse zu entnehmen. Zum Vorschein kamen jeweils eine Ausgabe der Peiner Allgemeinen sowie der Braunschweiger Zeitung vom 11. Juni 1998, ein Zehn- und ein Fünf-Mark-Stück, eine Chronik der Kirche, ein Bild der Konfirmanden des Jahres 1998, im Kindergottesdienst gemalte Bilder, eine Teilnehmerliste des Frauenkreises, zwei Briefe sowie eine Unterschriftenliste.

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Spannender Augenblick: Pastorin Marion Schmager und Ben beim Öffnen der Zeitkapsel.

Spannender Augenblick: Pastorin Marion Schmager und Ben beim Öffnen der Zeitkapsel.

Die Unterschriften stammen von den Teilnehmern des Festaktes, bei dem die Kapsel gefüllt wurde. Einer der Briefe ist vom Kirchenvorstand. Wegen seiner Länge wurde er zwar nicht vorgelesen, soll aber ausgewertet und später dem Dorf vorgestellt werden. Der andere Brief stammt von einem damals 13 Jahre alten Mädchen aus dem Dorf, sie beschreibt darin unter anderem die Aufregung vor der Einführung des Euro. Bei der Autorin handelt es sich zufällig um Bens Tante, was zur Erheiterung der Anwesenden beitrug.

Neue Zeitkapsel soll eingelagert werden

Wenn die Kirchenbekrönung wieder auf dem Dach angebracht wird, soll erneut eine Zeitkapsel darin gelagert werden. „Was genau wir dort hinein tun, wissen wir noch nicht genau“, so Schmager: „Da wir den Turm im Moment komplett renovieren, wird es wahrscheinlich Generationen dauern, bis man wieder dort ran muss. Entsprechend lange wird die Zeitkapsel dort sein, daher wollen wir uns genau überlegen, was wir den zukünftigen Generationen mitgeben möchten.“

Von Pina Wosnitza

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