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PAZ-Serie

Lesetipp für Winterabende: „Die Charité“ von Ulrike Schweikert

Katharina Nickel Lesetipp Charité

Katharina Nickel Lesetipp Charité

Groß Ilsede.Die langen Winterabende werden gern dazu genutzt, um ein wenig zur Ruhe zu kommen. Viele Menschen machen es sich gern mit einem guten Buch gemütlich. In Zusammenarbeit mit den Kreisbüchereien des Landkreises Peine veröffentlicht die PAZ in loser Folge Lesetipps. Der heutige Beitrag stammt von Katharina Nickel von der Kreisbücherei Ilsede. Sie empfiehlt den Roman „Die Charité – Hoffnung und Schicksal“ von Ulrike Schweikert.

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Zur Handlung

Berlin, im Jahr 1831: Die Cholera erreicht Berlin – viel Arbeit also für die Charité-Ärzte, allen voran Professor Johann Friedrich Dieffenbach, ein berühmter und hervorragender Arzt. Er forscht viel am tiermedizinischen Institut, engagiert sich vielerorts. Getrennt von seiner ersten Frau Johanna spürt er zu Hause eine große Einsamkeit und heiratet schließlich Emilie. Mit ihr bekommt er zwei Töchter.

Seine Leidenschaft neben der Medizin gehört den Pferden und einer unglücklich verheirateten Frau, mit der er viele tiefsinnige Gespräche führt. Es ist die Gräfin Ludovica, die mit dem hypochondrischen Grafen verheiratet ist. Ihre Tochter und die gemeinsame Zeit mit Dieffenbach geben ihr Halt und ein bisschen Freude in ihrem nicht besonders abwechslungsreichen Alltag mit einem jähzornigen Mann.

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Zwei Frauen tragen die Geschichte

Zwei weitere Frauen – die Wärterin Elisabeth und die Hebamme Martha – tragen die Geschichte. Elisabeth stammt aus ärmeren Verhältnissen und fängt zunächst als Wärterin in der Charité an. Trotz widriger Arbeitsbedingungen (Hungerlohn, lange Arbeitstage) ist sie empathisch und freundlich gegenüber allen Patientinnen. Zudem zeigt sie ein großes Interesse an medizinischen Fragen und scheut keinen Konflikt – selbst mit den höhergestellten Ärzten. Besonders ein Arzt, Alexander Heydecker, hat es ihr angetan und stellt sie vor eine wichtige Entscheidung.

Martha dagegen wechselt aufgrund eines tiefgreifenden Erlebnisses bei der Geburt von Ludovicas Kind von ihrer Hebammentätigkeit ins Totenhaus der Charité. Auch sie ist kämpferisch, vor allem für ihren Sohn August, dem sie eine gute Zukunft ermöglichen will.

Das Buch ist in den Kreisbüchereien Hohenhameln, Ilsede, Lengede, Vechelde und Wendeburg ausleihbar.

Ulrike Schweikert: „Die Charité – Hoffnung und Schicksal“, Rowohlt, 496 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-499-27451-0.

Von Kerstin Wosnitza

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