Feier

Kirchturm der Oberger Kirche wird wieder bekrönt

Zurzeit ist der Oberger Kirchturm bis zur Spitze eingerüstet.

Zurzeit ist der Oberger Kirchturm bis zur Spitze eingerüstet.

Oberg. Die evangelisch-lutherische Johannes der Täufer-Kirchengemeinde Oberg freut sich auf das Ende von umfangreichen Sanierungsarbeiten am Turm ihrer Kirche. Gefeiert wird dies mit der Wiederbekrönung der Turmspitze am Dienstag, 29. Oktober, ab 15.30 Uhr. Eingeladen sind alle Oberger und sonstige Interessierte.

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Zeitdokumente deponieren

„In der Kugel der Turmbekrönung wird wieder eine Hülse deponiert, für die der Kirchenvorstand eine Botschaft an die Menschen verfasst hat, die in späterer Zeit diese Hülse finden und öffnen werden. Weitere Zeitzeugnisse aus dem Gemeindeleben und dem Ort sowie Zeitungsausgaben vom selben Tag sollen das Bild der Gemeinde auf die Gegenwart für die Nachwelt abrunden“, erklärt Pastorin Marion Schmager.

Turm stammt von 1400

Zum Hintergrund: In seinem unteren Teil dürfte der Turm der Johannes der Täufer-Kirche auf eine Erbauungs­zeit um 1400 zurückgehen. Die später aufgesetzte Fachwerkkonstruktion des Turms war er­heblich geschädigt und wurde jetzt repariert sowie instand gesetzt. Für die Arbeiten hat man im Oktober 2016 ein Fassadengerüst am Kirchturm aufgebaut.

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Zur Untersuchung der Fachwerk-Konstruktion wurde die Schieferbekleidung entfernt. Dabei traten erhebliche weitere Schä­den zutage, auch weiter oben am Turmhelm. Es folgte daraufhin ein Baustopp, um eine Neuplanung der Arbeiten vorzunehmen. Diese Planungen zogen sich weit über das Jahr 2017 hinaus, und erst Ende August 2018 wurden sie fortgesetzt. Dazu hat man auch den Turmhelm bis hinauf zur Turmspitze eingerüstet.

Turmbekrönung wurde überholt

Am 21. Februar wurde die Turmbekrönung abgenom­men (PAZ berichtete). Restaurator und Metallbildner Dirk Zeyher in Hildesheim hat sie erneuert. Bei der Abnahme fand der Kirchenvorstand eine Kupferhülse, die 1998 dort hineingelegt wurde. Zentrales Dokument in der Hülse war, neben weiteren Zeitzeugnissen wie Zeitungs­ausgaben und Eindrücken aus dem damaligen Gemeindeleben, ein Brief des 1998 amtierenden Kirchenvorstands mit einem Rückblick auf die Jahrzehnte nach 1937, als zuletzt Dokumente in der Turmspitze deponiert worden waren, sowie auf die Gegenwart des Jahres 1998 und ein Ausblick auf die nähere Zukunft.

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Von Kerstin Wosnitza

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