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Groß Ilsede

Armutskonferenz: Einkommensschwache Familien waren Thema

Tanja Klomfass von der Kirchenkreis-Sozialarbeit der Diakonie in Uelzen, hielt den Vortrag „Kinderarmut – gestalten oder verwalten?"

Tanja Klomfass von der Kirchenkreis-Sozialarbeit der Diakonie in Uelzen, hielt den Vortrag „Kinderarmut – gestalten oder verwalten?"

Groß Ilsede.Rund 70 Personen aus Verwaltung, Politik, Schulen, Kitas, Verbänden und Vereinen nahmen an der Konferenz teil. Im Fokus lagen rund ums Thema „Armut und Bildung“ die Handlungsbedürfnisse für Kinder und Jugendliche. Die Eröffnung übernahm Dr. Detlef Buhmann, Kreisrat für Soziales.

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Armuts-Konferenzen gab es schon 2015 und 2016

„Die erste Armutskonferenz im Jahr 2015 hatte das Thema ,Essen für jedes Kind’, die zweite im Jahr 2016 ,Kinderarmut und Gesundheit’“, erklärte Buhmann und betonte, dass in beiden Fällen praktische Lösungsansätze präsentiert werden konnten. Zum diesjährigen Thema sagte er unter anderem: „Armut gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Frage lautet: Was kann man insbesondere gegen Kinderarmut auf kommunalter Ebene besser machen?“

Aktuelle Zahlen

Aktuelle Zahlen zu den Bereichen einkommensschwache Familien in Niedersachsen und im Kreis Peine präsentierte im Anschluss Joachim Krenz vom Fachdienst Jugendamt des Landkreises.

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Den Schwerpunkt legte er auf Erziehende, die Arbeitslosengeld II (ALG II), auch bekannt als Hartz IV, beziehen. „Hier hatten wir 2017 einen Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren“, so Krenz. Besonders gestiegen sei seit 2011 der Anteil ausländischer Kinder mit Eltern, die ALG II erhalten.

Armutskonferenz: Die Gäste kamen aus Verwaltung, Politik, Schulen, Kitas, Vereinen und Verbänden.

Armutskonferenz: Die Gäste kamen aus Verwaltung, Politik, Schulen, Kitas, Vereinen und Verbänden.

Tanja Klomfass, Geschäftsbereichsleiterin Kirchen-Sozialarbeit der Diakonie im Kreis Uelzen, hielt einen Vortrag mit dem Titel „Kinderarmut – gestalten oder verwalten?“. Darin sensibilisierte sie für die realen Lebensbedingungen von Kindern in von Armut bedrohten Familien.

Was ist relative Armut?

„Unter relativer Armut versteht man, dass das Einkommen bei weniger als 60 Prozent des Mittelwerts liegt“, erklärte Klomfass. „Hier können die Grundbedürfnisse meist befriedigt werden, aber man befindet sich an der sogenannten Armuts-Risikoschwelle.“

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Sie führte unter anderem auf, wie wenig Geld einem alleinerziehenden Elternteil mit ALG-II-Bezug bleibt, wenn etwa eine Stromnachzahlung fällig wird oder medizinische Hilfsmittel wie eine Brille fürs Kind nötig sind. Die Gefahr für Ausgrenzung sei bei Jugendlichen zudem hoch, wenn kaum Geld für Markenkleidung oder Smartphones zur Verfügung stehe.

In den drei Workshops wurden schließlich Lösungsansätze rund um das Hauptthema erarbeitet, Mehr dazu lesen Sie demnächst in der PAZ. Im Rahmen eines Nachtreffens sollen diese Vorschläge konkretisiert und zur möglichen Umsetzung an Verwaltung und Politik weitergegeben werden.

Von Dennis Nobbe

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