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Fernseh-Reihe

Am Set mit Annette Frier: Dr. Peter Schmidt berät Schauspielerin

Dr. Peter Schmidt mit Annette Frier (v.) sowie Kamerafrau Eeva Fleig (l.) und Regisseurin Christiane Balthasar.

Dr. Peter Schmidt mit Annette Frier (v.) sowie Kamerafrau Eeva Fleig (l.) und Regisseurin Christiane Balthasar.

Gadenstedt.Die bekannte Schauspielerin Annette Frier spielt in einer Fernseh-Reihe im ZDF eine Anwältin mit Asperger-Autismus. Der Gadensteder Dr. Peter Schmidt war als Berater bei den Dreharbeiten dabei.

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Die im April 2018 gestartete „Herzkino“-Reihe „Ella Schön“ mit Annette Frier in der Hauptrolle wird fortgesetzt. Auf die ersten beiden Folgen, die vor einem Jahr im ZDF liefen, gab es unterschiedliche Resonanz. Die Ella-Schön-Filme erfreuten sich auf der einen Seite sehr großer Beliebtheit, auf der anderen Seite gab es aber auch Kritik in den sozialen Medien – vor allem von Menschen, die als Betroffene oder Angehörige einen Bezug zum Thema Autismus haben. Insbesondere reklamierten die Kritiker, dass sie als Autisten ja nicht so seien wie Ella Schön.

Jeder Autist ist ein Individuum

Daraufhin habe er sich die Folgen angeschaut, sagt Schmidt. „Ich bin zu einem anderen Schluss gekommen und habe das auch in den sozialen Medien gepostet“, berichtet er. Eine Filmfigur könne nicht die ganze Bandbreite des autistischen Spektrums darstellen. Ella Schön sei wie alle Autisten ein Individuum.

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Dr. Peter Schmidt und Annette Frier am Rande der Dreharbeiten im Strandkorb.

Dr. Peter Schmidt und Annette Frier am Rande der Dreharbeiten im Strandkorb.

Die Filme zeichnen seiner Meinung nach auf unterhaltsame Weise ein positives Bild eines Asperger-Autisten, ohne zu vernachlässigen, wo die Herausforderungen im Alltag liegen. „Ella Schön steht damit für ein Beispiel, wie die Inklusion autistischer Menschen aussehen kann“, sagt Schmidt über die Figur.

Schmidt kann sich reflektieren

Er selbst bezeichnet sei ein Betroffener, der in der Lage sei, seine Situation auch aus der Außensicht zu reflektieren. „Wenn ich meine eigene Geschichte als Fernsehfilm realisieren würde, würden sich auch darin viele Menschen mit Autismus-Diagnose nicht wiederfinden“, vermutet er.

Als Berater angefragt

Die Produktionsfirma Dreamtool Entertainment sei auf ihn aufmerksam geworden und habe angefragt, ob er bei künftigen Folgen als Fachberater zur Verfügung stehen könnte. So war Schmidt im Spätsommer und Herbst 2018 in seiner Freizeit mit seiner Frau Martina bei den Dreharbeiten in Fischland an der Ostseeküste dabei und erlebte den Dreh am Set hautnah.

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„Es war beeindruckend, wie viele Menschen man braucht, um so einen Film zu drehen“, blickt er zurück. Er selbst war schon Protagonist in Dokumentationen gewesen, aber solche Produktionen seien wesentlich einfacher umzusetzen.

Die Geschichte

Die Geschichte: Annette Frier spielt mit Ella Schön eine Asperger-Autistin. Als solche ist sie nicht in der Lage, zu erkennen, was zwischenmenschlich abläuft. Sie kann die Beziehungsebene nicht erkennen, die nonverbalen Anteile einer Kommunikation nicht lesen. Das hat zur Folge, dass sie soziale Situationen oft nicht richtig einschätzt.

Annette Frier spielt Ella Schön.

Annette Frier spielt Ella Schön.

Hinzu kommt, dass sie an Mustern und Ritualen festhält, die ihr im Leben Halt geben. Die damit verbundenen tagtäglichen Herausforderungen im Alltag werden genauso gezeigt wie die Erfolge und die Anerkennung, die Ella für ihre Arbeit und ihren Einsatz für die Menschen erhält.

Mit ihren Stärken, dem strukturierten Arbeiten und ihren juristischen Kenntnissen macht sie sich für die Dorfgemeinschaft nützlich und erkämpft sich damit ihren Platz in der Dorfgemeinschaft. Sie sagt allen Leuten direkt ins Gesicht, wie sie die Lage einschätzt. Gerade damit erobert sie die Herzen der Menschen.

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Sendetermine

Die Ausstrahlung ist rund um den Welt-Autismus-Tag am 2. April: Am 31. März läuft die dritte Folge, „Die nackte Wahrheit“, und am 7. April wird die vierte Folge „Sturmgeschwister“ ausgestrahlt. Weitere Folgen sind in Entwicklung.

Von Kerstin Wosnitza

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