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Raiffeisen

Das Geschäft mit Landmaschinen boomt

Volles Haus: Zahlreiche Mitglieder kamen zur Generalversammlung der Raiffeisen-Warengenossenschaft  Osthannover.

Volles Haus: Zahlreiche Mitglieder kamen zur Generalversammlung der Raiffeisen-Warengenossenschaft Osthannover.

Uetze.Bei der Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Osthannover rechnet man mit einem erheblichen Umsatzzuwachs im Landtechnik-Sektor. „Im aktuellen Geschäftsjahr sind wir sehr gut unterwegs“, berichtete Geschäftsführer Wolfgang Wrede in der Generalversammlung am Donnerstag in Uetze. Erwartet werde ein Plus sowohl beim Verkauf neuer Maschinen als auch beim Ersatzteilgeschäft. Die Werkstätten in Uetze und Burgdorf sind laut Wrede zu 100 Prozent ausgelastet.

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Großes Entwicklungspotenzial

Wrede und Geschäftsführer Cord Bösch sehen in der landtechnischen Abteilung der RWG mit ihren 47 Mitarbeitern großes Entwicklungspotenzial, das auf Dauer einen wertvollen Beitrag zum Gesamtumsatz der Genossenschaft beisteuern werde. Um diesen auf hohem Niveau zu stabilisieren, will die RWG ihr Geschäftsfeld der Gerätetechnik für Kommunen ausbauen. Vor allem zwei Gründe nannten die Geschäftsführer für die Wachstumschancen im Landtechniksektor: die fortschreitende Digitalisierung der Maschinen und das Verbot zahlreicher Wirkstoffe in den Pflanzenschutzmitteln.

Mechanische Unkrautbekämpfung

Weil es kaum Ersatz für diese Wirkstoffe gebe und weitere wegfallen werden, „müssen wir uns wieder mit der mechanischen Unkrautbekämpfung beschäftigen“, sagte Wrede. Er prognostizierte, dass der Umsatzrückgang bei den Pflanzenschutzmitteln – fünf Prozent im Geschäftsjahr 2017/18 – durch den Zuwachs in der Landtechnik kompensiert werde. Zudem werde die Digitalisierung in der Landtechnik fortschreiten. Die Folge: Die landwirtschaftlichen Betrieben werden investieren. Parallel dazu wolle die RWG laut Wrede den Service ihrer Werkstätten fit machen für die komplexer werdenden Maschinen.

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Digitalisierung schreitet voran

Die Digitalisierung hat auch längst die Raiffeisenmärkte und die Energiesparte der RWG erreicht. Hatte Geschäftsführer Bösch vor zwei Jahren noch den wachsenden Online-Handel als Gefahr für die Raiffeisenmärkte gesehen, sei die RWG hier nun zukunftsfähig. Sie betreibe mit anderen Genossenschaften die Internet-Plattform raiffeisenmarkt24.de. „Dadurch sind wir auch im wachsenden Onlinegeschäft des Einzelhandels präsent und können bundesweit liefern“, berichtete Bösch.

Gartenartikel sind die Hauptumsatzträger der Märkte. Um preislich im weltweiten Internethandel mithalten zu können, bündeln mehrere Genossenschaften ihren Einkauf. Im Geschäftsjahr 2017/18 lag der Umsatz der fünf Märkte der RWG bei 5,7 Millionen Euro.

Sinkende Nachfrage bei Heizöl

Am Ball bleiben will die RWG auch beim Verkauf von Heizöl und Kraftstoff. Die Nachfrage nach Heizöl sei in den vergangenen fünf Jahren um fast ein Drittel gesunken, sagte Bösch. Ölheizungen seien aus der Mode gekommen, Verbraucher rüsteten auf Gas oder regenerative Energien um. Auf dem schrumpfenden Öl-Markt tobe ein harter Verdrängungswettbewerb. „Wir wollen uns dieser Konkurrenz stellen, solange wir positive Zahlen schreiben“, betonte Bösch. Zuwächse erwirtschaftete die RWG an den Tankstellen und bei der Belieferung der landwirtschaftlichen Betriebe mit Dieselkraftstoff. 2017/18 lag der Umsatz mit Treib- und Schmierstoffen bei 20,6 Millionen Euro.

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Ein neues Feld betritt die RWG mit dem Verkauf leitungsgebundener Energie. „2018 wurde der Startschuss für eine gemeinsame Internetpräsenz gelegt.“ Aus dieser bundesweiten genossenschaftlichen Kooperation soll laut Bösch einmal ein gemeinsamer Internet-Auftritt aller Warengenossenschaften erwachsen.

Von Anette Wulff-Dettmer

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