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Wettbewerbsfilme vorgestellt

Stars wie Tom Hanks und Zombies zur Eröffnung: das 75. Filmfestival in Cannes

Gäste beim Filmfestival Cannes: Austin Butler (links) als Elvis und Tom Hanks als Col. Tom Parker in einer Szene des Films „Elvis“.

Mag die Welt da draußen auch ins Trudeln geraten, auf Cannes ist Verlass: Das weltweit bedeutendste Filmfestival musste sich zwar 2020 dem Coronavirus geschlagen geben, aber nun glänzt es wieder mit großen Namen.

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Dass Tom Cruise mit seiner mehrfach verschobenen „Top Gun: Maverick“-Fortsetzung und Baz Luhrmann mit seinem „Elvis“-Musical anreisen würden (mit Tom Hanks im Gepäck), war schon bekannt. Am Donnerstag hat der künstlerische Leiter Thierry Frémaux die Wettbewerbsteilnehmer verraten – und siehe da: Die Elite der internationalen Filmemacher gibt sich die Ehre.

Vier Palmen-Sieger sind zurück

Allein die Liste der früheren Palmen-Sieger bei der 75. Ausgabe ist beeindruckend. Die für ihre Sozialdramen gerühmten belgischen Dardenne-Brüder Jean-Pierre und Luc haben sogar schon zwei Trophäen eingesammelt (für „Rosetta“, „Das Kind“), nun melden sie sich mit ihrem Werk „Tori und Lokita“ über eine ungewöhnliche Freundschaft zurück. Der Japaner Hirokazu Koreeda („Shoplifters“) hat ein Drama um ein von seiner Mutter abgegebenes Baby inszeniert. Und auch der Rumäne Cristian Mungiu („4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage“) und der Schwede Ruben Östlund („The Square“) treten im Palmen-Rennen mit zwei offenbar hoch aktuellen Filmen an.

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Besondere Aufmerksamkeit dürfte dem Kanadier David Cronenberg gewiss sein: Sein Science-Fiction-Horrorfilm „Crimes of the Future“ soll extrem gewaltbeladen sein (und bringt die Stars Viggo Mortensen, Kristen Stewart und Léa Seydoux an die Croisette). Ebenfalls dabei: der in seinem Heimatland lange drangsalierte und mittlerweile in Berlin lebende Russe Kirill Serebrennikow mit einem Film über Tschaikowskys Frau.

Regisseurinnen sind die Ausnahme

Die ein oder andere Nachmeldung hat sich Frémaux noch offen gehalten. Doch schon die bisherige Auflistung verweist auf ein altbekanntes Manko des Festivals: Frauen im Wettbewerb bleiben die Ausnahme. Nur drei haben es geschafft, die Französinnen Claire Denis und Valeria Bruni Tedeschi sowie die Amerikanerin Kelly Reichardt.

Drei Regisseurinnen unter (bislang) 18 Aspiranten auf die Goldene Palme: Für Cannes ist da normal. Zum Vergleich: Bei der Berlinale waren im Februar sieben Regisseurinnen in einem insgesamt allerdings weit weniger illustren Programm vertreten.

Und die Deutschen? Lange wurde gemunkelt, Fatih Akin könnte es mit „Rheingold“ schaffen. Doch wird sein Rapperfilm wohl nicht rechtzeitig fertig. So fehlen die Deutschen wieder einmal, was aber nicht heißt, dass sie an der Côte d‘Azur vermisst würden.

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Auch in den Nebenreihen findet sich viel Prominenz. Ethan Coen hat ohne seinen Bruder Joe einen (Dokumentar-)Film über den US-Musiker Jerry Lee Lewis gedreht. Der ukrainische Regisseur Sergei Loznitsa zeigt „The Natural History of Destruction“. Und Olivier Assayas stellt eine Serienvariante seines eigenen Spielfilms „Irma Vep“ vor. Da ist dann auch ein Deutscher mit von der Partie – der Cannes-erprobte Lars Eidinger.

Zur Eröffnung dürfen sich die Cannes-Gänger auf „Z (comme Z)“ des Franzosen Michel Hazanavicius freuen, der einst mit seinem Stummfilm „The Artist“ (2011) überraschte. Nun hat Hazanavicius einen Horrorfilm über Zombies an einem Filmset mitgebracht. Es soll sich um eine rein fiktive Geschichte handeln.

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