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Fortsetzung nach 13 Jahren

Wird „Avatar 2“ der erste 3‑Milliarden-Dollar-Film?

Ich schau dir in die Augen, Großer: Sam Worthington (als Jake Sully, links) und Zoe Saldana (als Neytiri, rechts) in einer Szene aus „Avatar: The Way of Water“, der Mitte Dezember 2022 in die Kinos kommt.

„Avatar2“ kommt bald – und wird unzweifelhaft der Weihnachtsblockbuster 2022. Bei Blockbustern denkt man gemeinhin in Kategorien des Geldes. Ein Blockbuster muss reinhauen, Publikum anziehen, er muss einspielen, einspielen, einspielen. Er muss – so möglich – die nächste Fortsetzung rechtfertigen. James Camerons „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ zog 2009 in Sachen Einnahmen schon bald an Camerons altem Rekordhalter „Titanic“ (1997, Fortsetzung unmöglich) vorbei. Und dann galt nur noch die Frage: Knackt er die Milliarde, knackt er die 2 Milliarden?

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Zugegeben: Er knackte die ja auch mit Fug und Recht. Die Liebe von Jake Sully (Sam Worthington) zu Neytiri (Zoe Saldana), der Frau vom Planeten Pandora, war irgendwie noch größer als die „König der Welt“-Liebe zwischen Leonardo DiCaprio und Kate Winslet (die jetzt auch in „Avatar 2“ mitspielt). In „Avatar“ gibt ein Menschenkind für die „Frau“ seines Lebens sogar seine biologische Zugehörigkeit auf und belebt stattdessen seinen eigentlich zu üblen Spionagezwecken geschaffenen, virtuellen Alien-Körper per Magie, um für immer bei der außerirdischen Liebsten sein zu können. Haaach! Schöööön!

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Die N’avi sind bald wieder da. Sie sind auch 13 Jahre später immer noch umwerfend blau und betörend anmutig. Eingeborene auf einem fernen Planeten, in absolutem Einklang mit der Natur, bedroht von Menschen, die diesen Einklang längst gegen das klappernde Geräusch von Geld getauscht haben und die die N’avi-Heimat ausbeuten wollen.

Das Paradies Pandora wird weiterhin bedroht

In der Fortsetzung „Avatar – The Way of Water“ (ursprünglich für 2014 vorgesehen) haben Sully und Neytiri auf dem Planeten eine Familie gegründet. Der Trailer bietet Einblicke in ein friedliches Paradies. In dem das blaue Naturvolk mit den grasgrünen Iriden über moosbewachsene Baumriesen rennt, auf seinen prächtigen Drachen fliegt oder die farb- und formschöne Unterwasserflora durchschwimmt.

Die heile Welt ist jedoch weiterhin gefährdet. Man sieht Kampfhubschrauber und dann tragen einige der blauen Wesen Waffen. Einer hat das Tattoo des im ersten Film ziemlich drastisch aus dem Leben geschiedenen Bösewichts Quaritch (Stephen Lang) auf dem Arm. Die Rückkehr des Kriegers als Avatar?

„Eins weiß ich – wohin wir auch gehen, diese Familie ist unsere Festung“, sagt Sully zu Neytiri. Also auch ein Familienfilm.

„Avatar“ erfuhr eine clevere Vermarktung

Der erste „Avatar“-Film war der Kinorenner 2009/2010, wurde mit 2,8 Milliarden Dollar Einspielergebnis (die 3‑Milliarden-Wette wurde verloren) bis heute der – nicht inflationsbereinigt – erfolgreichste Film überhaupt. Er war zudem der visuell aufregendste in 3‑D‑Tiefe bis dato.

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Vermarktet wurde clever. Schon 2010 kam „Avatar“ wieder ins Kino: Acht Minuten mehr gab‘s, damit möglichst schnell möglichst viele an die Kassen strömten, wurde der Neustart damit beworben, dass die neue Version nur für kurze Zeit im Kino laufen würde. Es gab ein paar Sekunden mehr Liebe zwischen Jake und Neytiri, es gab eine Jagdszene, eine Sterbeszene und eine „neue“ Kreatur. Eine erste DVD-Variante kam nackt ohne Extras heraus. Spätere Editionen hatten dann reichlich Bonusmaterialien.

Zu erwarten steht, dass dieses stückweise Herausrücken auch mit der Fortsetzung geschehen wird. Wartet man deswegen, bis der „Director’s Cut“ kommt? Niemals! Genau das ist das Kalkül.

Werden die N’avi von Hollywood ausgebeutet?

Der N’avi-Süchtige braucht jede Sekunde, und schaut beide Versionen, weil er ja sofort zum Kinostart mitreden will. Wird irgendwer von dem Gefühl beschlichen, dass auch James Cameron seine N’avi ausbeutet? Die Frage, die jetzt schon gestellt wird, ist jedenfalls die alte, falsche: Wird „Avatar 2“ es schaffen, dem Vorgängerfilm den Kassenplatz eins abzunehmen? Werden die 3 Milliarden diesmal geknackt werden?

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Dabei ist alles, was wir uns ab dem 14. Dezember wünschen, eine unvergessliche Geschichte in unvergesslichen Bildern. Und das gilt auch für die weiteren für 2024, 2026 und 2028 geplanten „Avatar“-Filme.

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